Mehr als 4.000 Polizeikräfte aus verschiedenen Einheiten sorgen für die Sicherheit während des Papstbesuchs auf den Kanarischen Inseln. Von der Nationalpolizei über die Guardia Civil bis hin zur kanarischen und lokalen Polizei sind umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen geplant, um den Aufenthalt von Papst Leo XIV. in Gran Canaria und Teneriffa ab dem 11. Juni zu gewährleisten.
Die Sicherheitsoperation umfasst über 2.200 Nationalpolizisten, die auf beide Inseln verteilt werden: 1.200 Beamte sind in Las Palmas de Gran Canaria und 1.000 in Santa Cruz de Tenerife im Einsatz. Zusätzlich werden rund 1.300 weitere Kräfte vom Festland eingeflogen, die in den Tagen vor dem Besuch mit sieben Flugzeugen eintreffen. Der Schutz des Papstes selbst obliegt einer speziell zusammengestellten Einheit, bestehend aus der Zentralen Schutzgruppe und Mitgliedern der Spezialeinheit GEO.
Die logistische Herausforderung, die mit dem Einsatz verbunden ist, ist enorm. Bereits vor Ort sind etwa 215 Nationalpolizisten, über 170 Fahrzeuge und 16 Diensthunde aktiv. Während der zweitägigen Visite des Papstes koordinieren die Einsatzkräfte zudem den Transport zwischen Gran Canaria und Teneriffa über die Fährverbindung zwischen Agaete und Santa Cruz. Dabei sind mehr als 320 Beamte, 160 Fahrzeuge und vier Hunde im Einsatz. Die Luft- und Raumfahrtkräfte unterstützen mit dem Transport schwerer Fahrzeuge, darunter Lastwagen der Technischen Eingreifgruppe (GOIT) sowie spezialisierte Fahrzeuge der Polizeieingreiftruppe (BMR und 4×4).
Die Guardia Civil stellt mindestens 600 Beamte bereit, von denen 400 aus dem Kommando Las Palmas und 200 vom Festland kommen. Schwerpunkt ihrer Aktivitäten ist das Gebiet um Arguineguín in der Gemeinde Mogán auf Gran Canaria, wo sie vor allem den Verkehr mit rund 200 Fahrzeugen und 50 Motorrädern regeln. Erstmals wird hier auch ein mobiles Bürgerbüro der Guardia Civil eingerichtet. Zudem kommen Drohnen zum Einsatz, die das Gebiet und den maritimen Bereich überwachen. Die Hafenbehörden haben für den 11. Juni den Hafen von Arguineguín vorsorglich geschlossen, um die Sicherheit zu erhöhen.
Die kanarische Polizei steuert etwa 200 Beamte bei, die auf beiden Inseln verteilt sind. Unterstützt werden sie von 43 Spezialisten für Notfallkoordination, acht Koordinationsfahrzeugen sowie acht mobilen Führungs- und Koordinationsstellen vor Ort. Die Kommunikation sichern rund 200 TETRA-Funkgeräte. Auch die lokalen Polizeikräfte aus Las Palmas de Gran Canaria, San Bartolomé de Tirajana und Mogán sind in die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen eingebunden.
Insgesamt zeigt der Einsatz, wie viel Planung und Ressourcen für die Absicherung eines Papstbesuchs erforderlich sind. Für die Bewohner und Besucher der Kanarischen Inseln bedeutet dies erhöhte Polizeipräsenz, Verkehrsbeschränkungen und eine intensive Koordination der verschiedenen Einsatzkräfte. Urlauber sollten sich auf mögliche Einschränkungen im öffentlichen Raum einstellen, insbesondere am 11. und 12. Juni. Die Behörden raten, den Anweisungen der Sicherheitskräfte Folge zu leisten, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen zu gewährleisten.
Der Papstbesuch auf den Kanarischen Inseln ist Teil einer größeren apostolischen Reise in Spanien, die neben Madrid und Katalonien auch die Kanaren einschließt. Die umfassenden Sicherheitsvorkehrungen sollen nicht nur die persönliche Sicherheit des Papstes garantieren, sondern auch einen störungsfreien Ablauf der zahlreichen öffentlichen Auftritte und Veranstaltungen ermöglichen.
Quelle: tenerifeweekly.com
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