Die Guardia Civil auf Teneriffa warnt Autofahrer vor hohen Geldstrafen, wenn sie ohne gültige Fahrzeugpapiere unterwegs sind. Wer den sogenannten „Circulation Permit“ – die Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs – nicht mitführt oder dieser nicht aktuell ist, muss mit Bußgeldern zwischen 10 und 500 Euro rechnen. Diese Maßnahmen greifen auf den Kanarischen Inseln genauso wie im restlichen Spanien und sollen die Verkehrssicherheit stärken sowie die Einhaltung der Vorschriften verbessern.
Ab 1. Januar 2026 wird zudem die Verwendung des neuen V16-Leuchtwarnblinkers für alle Fahrzeuge verpflichtend. Dieses Gerät ersetzt das bisher übliche Warndreieck bei Pannen oder Unfällen. Der V16-Blinker muss gut zugänglich im Fahrzeug, etwa im Handschuhfach oder an der Fahrzeugseite, aufbewahrt werden. Im Ernstfall soll er möglichst hoch auf dem liegen gebliebenen Fahrzeug angebracht werden, um andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig zu warnen. Die Nichtbeachtung dieser Regel zieht ein Bußgeld von 80 Euro nach sich. Auch der Einsatz eines nicht genehmigten Modells ist verboten und wird sanktioniert.
Die Generaldirektion für Verkehr (DGT) weist darauf hin, dass der „Circulation Permit“ das Dokument ist, das den Fahrzeugbesitz nachweist. Dies gilt auch für spezielle Fahrzeuge wie landwirtschaftliche oder Baumaschinen. Laut Artikel 26 der Allgemeinen Verkehrsordnung müssen Fahrer stets die Zulassung oder eine vorläufige Genehmigung mit sich führen und diese bei einer Polizeikontrolle vorzeigen können. Das Fehlen des Dokuments wird mit einer Geldstrafe von 10 Euro geahndet. Ist die Zulassung nicht mehr gültig, steigt die Strafe auf 80 Euro. In schwerwiegenden Fällen, etwa wenn gar keine Zulassung vorhanden ist, drohen sogar Bußgelder von bis zu 500 Euro.
Neben dem Zulassungsschein gehört auch der Nachweis der Kfz-Steuer zu den Pflichtdokumenten, die jeder Fahrer mitführen muss. Allerdings ist es nicht erforderlich, den Zahlungsbeleg der Steuer im Fahrzeug mitzuführen. Die Kontrolleure konzentrieren sich auf den Besitz und die Gültigkeit der Zulassung sowie die Ausstattung mit dem neuen Warnsystem.
Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet dies, dass sie sich frühzeitig auf die neuen Vorschriften einstellen sollten. Wer ein Fahrzeug auf Teneriffa oder einer anderen Kanarischen Insel nutzt, muss ab 2026 den V16-Warnblinker an Bord haben und die Fahrzeugpapiere jederzeit griffbereit halten. Die Strafen können empfindlich sein und reichen von kleinen Verwarnungen bis zu hohen Bußgeldern im dreistelligen Bereich.
Diese Neuerungen sind Teil einer bundesweiten Initiative, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Unfälle durch bessere Warnsysteme zu reduzieren. Die Kanaren, als beliebtes Reiseziel und Wohnort vieler Deutscher, Österreicher und Schweizer, sind von den Änderungen ebenso betroffen wie der Rest Spaniens. Autofahrer sollten sich daher rechtzeitig informieren und ihre Fahrzeuge entsprechend ausstatten, um unnötige Strafen zu vermeiden und die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern.
Quelle: tenerifeweekly.com
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