Ärzte auf den Kanaren wehren sich gegen pauschale Kritik an Krankschreibungen – Gesundheit (Arztpraxis)

Ärzte auf den Kanaren wehren sich gegen pauschale Kritik an Krankschreibungen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

19 September, 2026

Der Kanarische Ärzteverband hat sich entschieden gegen Aussagen des Präsidenten der Unternehmervereinigung CEOE-Tenerife gestellt, wonach es Gesundheitszentren gebe, die eine „bestimmte Neigung“ zeigten, mehr Krankmeldungen auszustellen oder diese später als andere zu beenden. Die Mediziner betonen, dass eine Krankschreibung immer das Ergebnis einer individuellen medizinischen Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit einer Person sei.

Die Unterscheidung zwischen Fehlzeiten am Arbeitsplatz und der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen sei essenziell. Die ärztliche Krankschreibung ist ein strikt geregelter medizinischer Akt, der auf klinischen, wissenschaftlichen, ethischen und rechtlichen Kriterien basiert. Statistische Unterschiede zwischen den Krankenhäusern oder Gesundheitszentren allein reichen demnach nicht aus, um eine unangemessene Praxis zu unterstellen oder die Kompetenz der dort tätigen Ärzte infrage zu stellen.

Der Verband weist darauf hin, dass die Entscheidung über die Ausstellung und Dauer einer Krankschreibung stets eine individuelle Bewertung der klinischen und funktionellen Situation des Patienten erfordert. Zudem unterliegen solche Fälle gesetzlich geregelten Kontrollmechanismen, die eine Überprüfung gewährleisten.

Sollte die Unternehmervereinigung über konkrete Hinweise auf Unregelmäßigkeiten verfügen, fordern die Ärzte, diese an die zuständigen Behörden weiterzuleiten, damit diese mit der notwendigen Sorgfalt untersucht werden können. Es sei legitim, Fehlzeiten am Arbeitsplatz zu analysieren und Wege zur besseren Verwaltung von Krankschreibungen zu suchen. Wichtig sei jedoch, dass dies auf einer fundierten Datenbasis geschehe und die Kompetenzen der jeweiligen Institutionen respektiert würden.

Der Kanarische Ärzteverband zeigt sich solidarisch mit den Fachärzten der Primärversorgung und fordert Respekt für deren berufliche Unabhängigkeit. Gleichzeitig spricht er sich dafür aus, dass Verbesserungen und Kontrollen im Bereich der Krankschreibungen ausschließlich über die bestehenden rechtlichen Verfahren und unter Achtung des medizinischen Ermessens der behandelnden Ärzte erfolgen sollten. Dies ist besonders relevant für Patienten, die auf eine faire und fachgerechte Beurteilung ihrer Arbeitsfähigkeit angewiesen sind, sowie für die Gesundheitseinrichtungen, die auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit angewiesen sind.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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