Canarios warten im Schnitt 143 Tage auf Neurologie-Termin – Gesundheit (Fallback Gesundheit)

Canarios warten im Schnitt 143 Tage auf Neurologie-Termin

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

23 Juli, 2026

Patienten auf den Kanarischen Inseln müssen im Durchschnitt 143 Tage auf einen Termin bei einem Neurologen warten. Damit liegen die Kanaren im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens auf dem zweiten Platz hinter Andalusien, wo die Wartezeit im Durchschnitt 179 Tage beträgt. Der landesweite Durchschnitt liegt bei 109 Tagen. Diese langen Wartezeiten machen die Neurologie zu einer der Fachrichtungen mit den größten Verzögerungen im spanischen Gesundheitssystem, nur übertroffen von der Dermatologie.

Ende 2025 befanden sich auf den Kanaren mehr als 6.200 Patienten in struktureller Warteschleife auf ihre erste neurologische Untersuchung, wobei nahezu 97 Prozent dieser Patienten länger als 60 Tage warten mussten – der höchste Anteil im gesamten Land. Die meisten Patienten verteilen sich auf die großen Krankenhäuser der Inseln, insbesondere das Hospital Insular mit rund 2.100 Wartenden und das Hospital Universitario de Canarias (La Candelaria) mit etwa 2.000.

Die zunehmende Nachfrage nach neurologischen Behandlungen ist unter anderem auf den demografischen Wandel zurückzuführen. Mit dem Älterwerden der Bevölkerung steigt die Zahl der Neurologie-Patienten, da altersbedingte Erkrankungen wie Schlaganfälle, Demenz oder Parkinson häufiger auftreten. Gleichzeitig besteht ein Mangel an Fachpersonal: In Spanien fehlen schätzungsweise 800 Neurologen, um den Bedarf gemäß den europäischen Empfehlungen zu decken.

Experten warnen, dass Verzögerungen bei der Diagnostik und Behandlung von neurologischen Erkrankungen erhebliche Folgen für die Patienten haben können. Jede verstrichene Zeit bedeutet eine verpasste Chance, Behinderungen zu reduzieren, die Selbstständigkeit der Betroffenen zu erhalten und ihre Lebensqualität zu verbessern. Deshalb wird eine Stärkung der neurologischen Versorgung auf den Kanaren als dringlich angesehen.

Neben der Verbesserung der Versorgung wird auch der Prävention große Bedeutung beigemessen. Viele neurologische Erkrankungen sind mit veränderbaren Risikofaktoren verbunden. So könnten bis zu 90 Prozent der Schlaganfälle durch die Kontrolle von Bluthochdruck und anderen Faktoren vermieden werden. Auch Demenz lässt sich in einem beträchtlichen Maße durch gezielte Maßnahmen im Lebensverlauf verzögern oder verhindern. Bereits von Kindesbeinen an sind gesunde Lebensgewohnheiten wichtig für die Gehirnentwicklung und spätere Gesundheit.

Die Situation auf den Kanaren zeigt, wie dringend es ist, die neurologische Versorgung auszubauen und Wartezeiten zu verkürzen. Dies betrifft sowohl die Einstellung von mehr Fachpersonal als auch den besseren Zugang zu diagnostischen Verfahren und innovativen Therapien. Für Patienten, aber auch für Urlauber und Auswanderer auf den Inseln ist dies von großer Bedeutung, da eine schnelle und qualifizierte neurologische Betreuung entscheidend für den Behandlungserfolg sein kann. Die Gesundheitsbehörden haben somit die Aufgabe, zeitnah Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungslage zu ergreifen.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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