Die Kommission für Insularität der Cortes Generales hat einen Antrag der Coalición Canaria angenommen, der die spanische Regierung auffordert, die für 2027 geplante Erhöhung der Flughafenabgaben durch Aena zu überdenken. Der Senator Pedro San Ginés, der die Initiative vorstellte, erhielt Unterstützung von Vertretern des Partido Popular und der Agrupación Socialista Gomera (ASG), während der Antrag vom PSOE abgelehnt wurde.
Die Initiative stützt sich auf Artikel 161 des Statuts für die Autonomie der Kanaren, der die Mitbestimmung der autonomen Gemeinschaft bei Entscheidungen über Flughafenabgaben festlegt. San Ginés betonte die besondere Situation des Archipels und forderte, dass Änderungen der Gebühren in Absprache mit der Regierung der Kanaren erfolgen. Er wies darauf hin, dass der Luftverkehr für die Bevölkerung der Kanaren unverzichtbar ist und eine zentrale Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismussektors spielt.
Darüber hinaus kritisierte San Ginés, dass Aena und das Ministerium für Verkehr die „Verfassungswidrigkeit“ anführen, um die Kanaren von der Entscheidungsfindung auszuschließen, obwohl das Statut eine verfassungsrechtliche Grundlage hat. Er stellte in Frage, warum die Mitbestimmung der autonomen Gemeinschaften eingeschränkt wird, während private Akteure im Aktionariat von Aena vertreten sind.
Die genehmigte Motion ist Teil einer breiteren Diskussion über das Modell der Flughafenverwaltung im Archipel und die Notwendigkeit, öffentliche Politiken an die spezifischen Gegebenheiten der Inselgebiete anzupassen.
Quelle: La Voz de Fuerteventura
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