Familien in La Gomera wehren sich gegen Tourismus-Strafen – Wohnen (Wohnung)

Familien in La Gomera wehren sich gegen Tourismus-Strafen

User avatar placeholder
Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

2 Mai, 2026

In La Gomera sorgt ein Gesetz, das vor einem Jahr verabschiedet wurde, für Unmut unter den Eigentümern von Ferienwohnungen. Obwohl es ursprünglich zur Aussetzung von Bußgeldern gedacht war, erhalten einige Familien weiterhin Strafen. Besonders betroffen ist eine Familie, die im April eine Strafe von 2.250 Euro erhielt, weil sie ihre Wohnung nicht touristisch nutzt, sondern als zweiten Wohnsitz. Dieses Erbe, das sie von ihrem Vater angetreten haben, wird von ihnen als Ort der familiären Zusammenkunft geschätzt. Sie betonen vehement, dass sie das Recht haben, ihr Eigentum im Familienkreis zu nutzen, anstatt es für touristische Zwecke zu vermieten.

Die Situation wird durch die Aussage der zuständigen Ministerin Jéssica de León (PP) kompliziert. Sie erklärt, dass die aktuellen Bußgelder auf einem Gesetz aus dem Jahr 2013 basieren, das die Nutzung von Wohnungen regelt. Dies wirft Fragen auf: Wie kann es sein, dass ein neues Gesetz, das zur Entlastung der Eigentümer gedacht war, nicht greift? Tatsächlich sind auf den Kanaren 176 Verfahren eröffnet worden, von denen 110 angefochten wurden. Die Plattform der Betroffenen kritisiert, dass die Verwaltung nicht jeden Einzelfall ausreichend prüft. Sie fordert eine differenzierte Betrachtung der individuellen Rechte der Eigentümer.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind für viele Eigentümer auf den Kanaren schwierig zu durchschauen. Viele von ihnen waren beim Kauf ihrer Wohnungen nicht ausreichend über die geltenden Vorschriften informiert worden. Diese Unsicherheit führt zu einer großen Frustration. Viele Eigentümer wünschen sich eine klare Regelung, die es ihnen ermöglicht, ihre Immobilien ohne Angst vor Sanktionen zu nutzen. Die Diskussion über diese Thematik fand kürzlich im Parlament der Kanaren statt, wo die Problematik erneut zur Sprache kam. Die Hoffnung der Betroffenen ist, dass eine Lösung gefunden wird, die ihre Rechte als Eigentümer respektiert und die Praxis der Bußgelder beendet.

Für deutschsprachige Leser auf den Kanaren hat diese Diskussion praktische Bedeutung. Viele Deutsche besitzen Immobilien auf den Inseln oder haben den Traum, sich hier ein zweites Zuhause zu schaffen. Die Unsicherheit über die Nutzung von Ferienwohnungen könnte potenzielle Käufer abschrecken. Zudem könnte die Situation auch Auswirkungen auf den lokalen Immobilienmarkt haben. Wenn die Strafen weiterhin verhängt werden und die rechtlichen Rahmenbedingungen unklar bleiben, könnte dies die Attraktivität von La Gomera als Wohn- und Urlaubsziel mindern.

Die Eigentümer fordern nicht nur eine Überprüfung der bestehenden Gesetze, sondern auch eine bessere Kommunikation und Transparenz vonseiten der Behörden. Sie wünschen sich, dass ihre Anliegen ernst genommen werden und dass die Verwaltung eine Lösung findet, die sowohl den Bedürfnissen der Eigentümer als auch den Anforderungen des Tourismus gerecht wird. Die Diskussion bleibt spannend, und die kommenden Wochen könnten entscheidend dafür sein, wie sich die Situation für die Eigentümer auf La Gomera entwickelt.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

Deutschsprachige Kleinanzeigen für alle Kanaren-Inseln: Immobilien, Jobs, Fahrzeuge, Dienstleistungen und mehr – jetzt Angebote entdecken oder kostenlos inserieren.

→ Anzeigen entdecken