Kanaren genehmigen Erhöhung der Wassergebühren in Santa Cruz de Tenerife auf Teneriffa (Auditorium Sc)

Kanaren genehmigen Erhöhung der Wassergebühren in Santa Cruz de Tenerife

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

29. Oktober 2026

Santa Cruz de Tenerife erhöht Wasserpreise um 2,2 Prozent – neue Tarife gelten ab 29. Oktober

Haushalte in Santa Cruz de Tenerife müssen seit Donnerstag, 29. Oktober 2026, mehr für ihre Wasserversorgung bezahlen. Die kanarische Regierung hat eine von der Stadtverwaltung beantragte Tariferhöhung um 2,2 Prozent genehmigt. Betroffen sind sowohl die festen Gebühren für den Wasseranschluss als auch die verbrauchsabhängigen Preise. Für kinderreiche Familien gelten weiterhin besondere Tarife.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erhöhung: Die Wasserpreise in Santa Cruz de Tenerife steigen um 2,2 Prozent.
  • Gültig seit: Donnerstag, 29. Oktober 2026.
  • Betroffen: Feste Anschlussgebühren und verbrauchsabhängige Wassertarife.
  • Abrechnung: Die veröffentlichten Haushaltstarife beziehen sich auf einen Zeitraum von zwei Monaten.
  • Großfamilien: Besondere Tarife bleiben bestehen.
  • Vorherige Anpassung: Bereits 2025 wurden die Wasserpreise um 2,5 Prozent erhöht.
  • Rechtsgrundlage: Boletín Oficial de Canarias Nr. 216 vom 28. Oktober 2026.

Wasserpreise in Santa Cruz steigen erneut

Die Einwohner von Santa Cruz de Tenerife müssen sich auf höhere Kosten für die öffentliche Wasserversorgung einstellen.

Die zuständige kanarische Behörde hat eine Erhöhung der Wassergebühren um 2,2 Prozent genehmigt. Die entsprechende Entscheidung wurde am Mittwoch, 28. Oktober, im Amtsblatt der Kanarischen Inseln veröffentlicht.

Damit sind die neuen Tarife seit Donnerstag, 29. Oktober 2026, wirksam.

Die Änderung betrifft die Gemeinde Santa Cruz de Tenerife. Für andere Gemeinden auf Teneriffa gelten eigene Tarifregelungen.

Welche Gebühren werden teurer?

Die Wasserkosten setzen sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen.

Dazu gehören insbesondere eine feste Servicegebühr und die Kosten für das tatsächlich verbrauchte Wasser.

Die feste Gebühr richtet sich unter anderem nach dem Durchmesser des installierten Wasserzählers.

Bei Haushalten mit einem üblichen kleineren Zähler fallen deshalb andere Grundgebühren an als bei Gebäuden mit einem größeren Wasseranschluss.

Zusätzlich wird der Wasserverbrauch in Kubikmetern berechnet.

Dabei gelten unterschiedliche Preisstufen. Wie hoch die Rechnung ausfällt, hängt deshalb auch davon ab, wie viel Wasser innerhalb des Abrechnungszeitraums verbraucht wird.

Die neuen Haushaltstarife sind auf eine zweimonatige Abrechnung ausgelegt.

Wie viel teurer wird die Wasserrechnung?

Die genehmigte Tarifänderung beträgt insgesamt 2,2 Prozent gegenüber den zuvor geltenden Preisen.

Wie viel ein einzelner Haushalt zusätzlich zahlen muss, hängt von der bisherigen Rechnung und dem Wasserverbrauch ab.

Zur Orientierung lässt sich die Erhöhung rechnerisch so darstellen:

Bisheriger Betrag 2,2 % Erhöhung Neuer Betrag
20,00 € 0,44 € 20,44 €
30,00 € 0,66 € 30,66 €
40,00 € 0,88 € 40,88 €
50,00 € 1,10 € 51,10 €

Wichtig: Diese Beispiele zeigen ausschließlich die rechnerische Wirkung einer Erhöhung um 2,2 Prozent. Sie sind keine amtlichen Musterrechnungen.

Die tatsächliche Wasserrechnung kann weitere Positionen enthalten, für die andere Regelungen gelten.

Wer seine persönlichen Mehrkosten bestimmen möchte, sollte daher die bisherigen und neuen Tarifpositionen vergleichen.

Besondere Tarife für kinderreiche Familien

Für kinderreiche Familien (familias numerosas) bleiben besondere Wasserpreise vorgesehen.

Nach den veröffentlichten Angaben gilt für diese Haushalte ein begünstigter Tarif von 1,64 Euro pro Kubikmeter innerhalb der dafür vorgesehenen Verbrauchsgrenze von bis zu 50 Kubikmetern im zweimonatigen Abrechnungszeitraum.

Das bedeutet nicht, dass die gesamte Wasserrechnung ausschließlich aus diesem Verbrauchspreis besteht.

Auch feste Gebühren und gegebenenfalls weitere Rechnungsbestandteile müssen berücksichtigt werden.

Familien, die einen entsprechenden Anspruch geltend machen möchten, sollten beim Wasserversorger prüfen, welche Nachweise erforderlich sind und ob die Vergünstigung bereits für ihren Anschluss hinterlegt ist.

Warum wurde die Erhöhung erst jetzt genehmigt?

Die Stadtverwaltung von Santa Cruz de Tenerife hatte die Änderung bereits im Frühjahr vorbereitet.

Die lokale Regierungsversammlung beschloss die Tarifänderung am 13. April 2026. Am 4. Juni ging der Antrag bei der zuständigen kanarischen Behörde ein.

Im weiteren Verwaltungsverfahren stellte die Preis-Kommission fest, dass Teile der eingereichten wirtschaftlichen Unterlagen aktualisiert werden mussten.

Deshalb forderte die Behörde zusätzliche Informationen an.

Erst am 21. September lagen die erforderlichen ergänzenden Unterlagen vor.

Anschließend prüfte eine Arbeitsgruppe der kanarischen Preis-Kommission den Antrag.

Am 2. Oktober genehmigte die Kommission die Erhöhung einstimmig.

Die formelle Entscheidung wurde am 13. Oktober unterzeichnet und am 28. Oktober im Amtsblatt veröffentlicht.

Bereits 2025 waren die Wasserpreise gestiegen

Die jetzige Erhöhung ist nicht die erste Anpassung innerhalb kurzer Zeit.

Bereits im Mai 2025 wurde eine Tariferhöhung von 2,5 Prozent für Santa Cruz de Tenerife veröffentlicht.

Mit der aktuellen Entscheidung steigen die Preise erneut um 2,2 Prozent.

Beide Erhöhungen zusammengenommen entsprechen rechnerisch einem Anstieg von rund 4,76 Prozent gegenüber dem Preisniveau vor der Anpassung von 2025, sofern dieselbe Tarifposition jeweils vollständig von beiden Erhöhungen betroffen war.

Das ist eine rechnerische Betrachtung und keine amtlich ausgewiesene Entwicklung einer durchschnittlichen Haushaltsrechnung.

Wo können Einwohner die neuen Tarife nachlesen?

Die verbindlichen Preise stehen in der offiziellen Veröffentlichung im Boletín Oficial de Canarias.

Die Bekanntmachung trägt die Nummer 3713 im Amtsblatt Nr. 216 vom 28. Oktober 2026.

Dort sind die genehmigten Tarife in einer Anlage aufgeführt.

Offizielle Tarifentscheidung im Boletín Oficial de Canarias

Für die persönliche Abrechnung sind insbesondere die Zählergröße, die Verbrauchsstufe und mögliche Sondertarife relevant.

Unsere Einordnung: Kleine Erhöhung, aber wiederkehrende Mehrkosten

Eine Tariferhöhung von 2,2 Prozent wirkt auf den ersten Blick überschaubar.

Für Haushalte ist allerdings entscheidend, dass es sich um eine wiederkehrende Ausgabe handelt.

Hinzu kommt, dass die Wasserpreise in Santa Cruz bereits 2025 um 2,5 Prozent angehoben wurden.

Besonders interessant ist deshalb nicht nur die aktuelle prozentuale Erhöhung, sondern die Entwicklung der tatsächlichen Kosten über mehrere Jahre.

Die Höhe der Rechnung hängt weiterhin stark vom Verbrauch und von der Anschlussgröße ab.

Für Haushalte mit niedrigem Einkommen oder größere Familien können auch vergleichsweise geringe regelmäßige Mehrkosten ins Gewicht fallen.

Positiv ist, dass die Sondertarife für kinderreiche Familien erhalten bleiben.

Für Verbraucher wäre eine leicht verständliche Gegenüberstellung der bisherigen und neuen Preise hilfreich, damit sich die tatsächlichen Mehrkosten ohne aufwendige Berechnung erkennen lassen.

Quellen:

  • Gobierno de Canarias, BOC Nr. 216, Bekanntmachung 3713 vom 28. Oktober 2026.
  • Gobierno de Canarias, BOC Nr. 87 vom 2. Mai 2025.
  • Diario de Avisos, 29. Oktober 2026.

Amtliche Veröffentlichung der neuen Wasserpreise

Originalbericht bei Diario de Avisos

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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