Die kanarische Regierung hat einen neuen Plan Forestal vorgestellt, der den bisherigen Plan aus dem Jahr 1999 ersetzt und die Forstplanung des Archipels für die nächsten 21 Jahre festlegt. Ziel des Plans ist es, die Prävention und Bekämpfung von Waldbränden zu verbessern, die Anpassung an den Klimawandel zu fördern und die sozioökonomische Entwicklung im ländlichen Raum zu stärken. Der Plan gilt für alle Inseln, mit besonderem Augenmerk auf La Palma, Fuerteventura und Lanzarote, die spezifische Herausforderungen im Wald- und Bodenschutz aufweisen.
Die Erneuerung des Plans war notwendig, da der bisherige Plan den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. Insbesondere die Auswirkungen des Klimawandels und das erhöhte Risiko großer Waldbrände erfordern eine aktualisierte und koordinierte Strategie. Zudem berücksichtigt der neue Plan technische Fortschritte, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die wirtschaftliche und soziale Bedeutung des Forstsektors auf den Kanarischen Inseln.
Der Plan ist auf 21 Jahre ausgelegt und in drei Phasen zu jeweils sieben Jahren unterteilt, die regelmäßig überprüft werden. Er umfasst drei Hauptachsen: direkte Maßnahmen am Waldgebiet, wie Prävention, Brandbekämpfung und Wiederherstellung; sozioökonomische Initiativen zur Förderung von Beschäftigung und nachhaltiger Nutzung der Waldflächen; sowie institutionelle Maßnahmen zur besseren Koordination, Finanzierung und zukünftigen Gesetzgebung, darunter die geplante erste Waldgesetzgebung für die Kanaren.
Im Bereich der Brandbekämpfung wurden in den letzten drei Jahren 39 Millionen Euro investiert, davon 15 Millionen Euro in die Modernisierung der Ausrüstung der Einsatzteams. Neue Hubschrauber, Spezialfahrzeuge, Drohnen und moderne Technik verbessern die Reaktionsfähigkeit und unterstützen präventive Arbeiten wie die Reduzierung von Brennstoffen und die Pflege strategischer Schutzgebiete. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, das Risiko großer Waldbrände zu verringern und die Wälder langfristig zu erhalten.
Der Plan fördert außerdem Projekte zur Wiederbelebung und nachhaltigen Nutzung von Waldflächen, beispielsweise durch den Anbau von Mandelbäumen, was sowohl wirtschaftliche Impulse als auch den Erhalt der Kulturlandschaft unterstützt. Die Förderung des ländlichen Raums soll helfen, die dortige Bevölkerung zu halten und Arbeitsplätze zu schaffen.
Die Finanzierung des Plans erfolgt phasenweise und kombiniert europäische, staatliche und regionale Mittel. Ein begleitendes Monitoring-System soll die Umsetzung der Maßnahmen analysieren, Ergebnisse bewerten und Anpassungen ermöglichen. Die kanarische Regierung sieht darin eine koordinierte und effiziente Politik, die sowohl den Schutz des Naturerbes als auch die enge Verbindung zwischen Bevölkerung, Forstwirtschaft und ländlichem Raum stärkt.
In den kommenden Jahren wird die Umsetzung des Plans von der Ausarbeitung der ersten Waldgesetzgebung für die Kanarischen Inseln begleitet, die die Rechtsgrundlagen für den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder weiter verbessern soll. Die langfristige Strategie stellt somit eine wesentliche Grundlage dar, um den Herausforderungen durch Waldbrände und Klimawandel aktiv zu begegnen und die Lebensqualität auf den Inseln zu sichern.
Quelle: gomeratoday.com
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