Kanaren: Über 800.000 Personen im erwerbsfähigen Alter bleiben arbeitslos oder inaktiv – Behörden (Oficina Empleo)

Kanaren: Über 800.000 Personen im erwerbsfähigen Alter bleiben arbeitslos oder inaktiv

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

25 August, 2026

Die Kanarischen Inseln verzeichnen seit zwei Jahren mehr als eine Million Erwerbstätige. Aktuellen Zahlen der Arbeitsmarktstatistik zufolge sind es konkret 1,03 Millionen Menschen, die einer Beschäftigung nachgehen. Gleichzeitig gibt es jedoch eine große Gruppe von 817.800 Personen, die weder arbeiten noch aktiv nach einer Beschäftigung suchen. Dies entspricht 41,1 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter auf dem Archipel und stellt eine Zunahme von 27.000 Personen innerhalb eines Jahres dar.

Der Großteil der inaktiven Bevölkerung ist älter als 55 Jahre. Mit 520.500 Menschen bilden sie fast zwei Drittel der Gesamtzahl. Diese Altersgruppe hat traditionell größere Schwierigkeiten, wieder in den Arbeitsmarkt einzutreten, da viele sich dem Rentenalter nähern. Allerdings zeigt sich, dass der stärkste Zuwachs an Inaktivität nicht bei den älteren Menschen zu verzeichnen ist, sondern bei den 25- bis 54-Jährigen. In dieser Altersgruppe sind inzwischen über 156.000 Menschen inaktiv, was einem Anstieg von 14.200 Personen oder 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Gegensatz dazu betrug der Zuwachs bei den über 55-Jährigen lediglich 1,2 Prozent.

Obwohl die 25- bis 54-Jährigen weniger als ein Fünftel aller Inaktiven stellen, machen sie mehr als die Hälfte des Anstiegs in diesem Zeitraum aus. Die Statistik differenziert nicht die Gründe für diese Entwicklung. Innerhalb dieser Altersgruppe befinden sich unterschiedliche Profile: Einige haben ihr Hochschulstudium abgeschlossen und widmen sich nun weiterführenden Studiengängen wie Master- oder Aufbaustudien. Ein Beispiel dafür ist ein 25-jähriger Absolvent der Universität La Laguna, der seine Karriere durch ein Masterstudium ergänzen möchte, bevor er in das Berufsleben einsteigt. Andere wiederum sind aus unterschiedlichen Gründen nicht im Arbeitsmarkt aktiv, darunter auch Personen, die in der Schattenwirtschaft tätig sind.

Die Geschlechterverteilung bei der Inaktivität zeigt eine klare Dominanz der Frauen. Insgesamt sind 459.800 Frauen inaktiv, während 358.000 Männer weder arbeiten noch eine Arbeit suchen. Damit machen Frauen 56 Prozent der inaktiven Bevölkerung aus. Besonders auffällig ist jedoch, dass der Anstieg der Inaktivität im letzten Jahr bei Männern zwischen 25 und 54 Jahren mit 18,6 Prozent deutlich stärker war als bei Frauen in der gleichen Altersgruppe, bei denen er 4,7 Prozent betrug. Von den 14.200 zusätzlichen Inaktiven in dieser Altersgruppe sind rund 10.000 Männer.

Auf der anderen Seite der Arbeitsmarktstatistik stehen die Beschäftigten. Von den 1.035.500 Erwerbstätigen auf den Kanaren arbeitet die große Mehrheit, nämlich 905.600 Menschen, im Dienstleistungssektor. Die übrigen Branchen spielen eine deutlich kleinere Rolle: Die Bauwirtschaft beschäftigt etwa 65.000 Personen, während Industrie und Landwirtschaft noch weniger Arbeitsplätze bieten. Auch die Zahl der Arbeitslosen ist im Dienstleistungssektor mit 50.900 Personen am höchsten.

Diese Zahlen zeichnen ein Bild des kanarischen Arbeitsmarktes, in dem der Dienstleistungssektor die Hauptrolle spielt, während eine erhebliche Zahl von Menschen, vor allem ältere, aber zunehmend auch jüngere Erwachsene im erwerbsfähigen Alter, nicht in den Arbeitsmarkt eingebunden sind. Die Entwicklung der Inaktivität bei den 25- bis 54-Jährigen wirft Fragen zur Arbeitsmarktintegration und den individuellen Lebenswegen auf, etwa in Bezug auf Weiterbildung oder informelle Beschäftigung.

Für die Kanarischen Inseln bedeutet diese Situation, dass trotz eines hohen Beschäftigungsniveaus ein großer Teil der Bevölkerung außerhalb des offiziellen Arbeitsmarktes steht. Die fortlaufende Zunahme der Inaktivität bei Menschen im besten Erwerbsalter weist auf Herausforderungen hin, die in den kommenden Jahren berücksichtigt werden müssen, um die soziale und wirtschaftliche Teilhabe möglichst vieler Menschen zu fördern. Die nächsten Erhebungen werden zeigen, wie sich diese Trends entwickeln und welche Maßnahmen gegebenenfalls ergriffen werden.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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