Kanaren und RUP fordern spezifische EU-Finanzierung für ihre Zukunft – Politik (EU)

Kanaren und RUP fordern spezifische EU-Finanzierung für ihre Zukunft

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Geschrieben von Thomas John - Kanaren Nachrichten Redaktion

19 April, 2026

Die Kanarischen Inseln und andere Regionen Ultraperipherie (RUP) haben am 15. April einen bedeutenden politischen Erfolg erzielt, indem sie die Unterstützung der Haushaltskommission des Europäischen Parlaments für ihre Anliegen gewinnen konnten. In einem vorläufigen Bericht zum künftigen Mehrjährigen Finanzrahmen 2028-2034 fordert das Parlament eine spezifische Finanzierung für die RUP sowie ein unabhängiges Programm zur Unterstützung ihrer besonderen Gegebenheiten, bekannt als Posei (Programm für spezifische Optionen aufgrund von Abgeschiedenheit und Insularität). Diese Forderungen sind für die regionalen Regierungen von entscheidender Bedeutung, da sie befürchten, dass eine Zentralisierung der Mittel durch die EU die Finanzierung ihrer Programme gefährden könnte.

Celia Alberto, die Generaldirektorin für Europäische Angelegenheiten der Kanarischen Regierung, betont die politische Relevanz des Berichts, der jedoch keine rechtlichen Auswirkungen hat. Die kommenden Verhandlungen mit dem Rat der Europäischen Union, in dem die 27 Mitgliedstaaten vertreten sind, werden entscheidend sein, um die Zukunft der RUP zu gestalten. Alberto fordert, dass die Mittel für Kohäsion und Agrarpolitik gesichert werden, um Kürzungen zu verhindern. Diese Sorgen werden auch von Candida Aldehuelo, der Vertreterin von La Réunion, geteilt, die darauf hinweist, dass nationale Pläne oft die spezifischen Bedürfnisse ihrer Region ignorieren.

Die Herausforderungen der RUP sind vielfältig. La Réunion, die am weitesten von Europa entfernte Region, hat mit hohen Lebenshaltungskosten und strukturellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Abhängigkeit von Importen führt dazu, dass Lebensmittelpreise bis zu 37 % über denen in Frankreich liegen. Zudem hat die geopolitische Lage im Nahen Osten den Transport von Waren erschwert, was die Kosten weiter erhöht. In diesem Kontext wird die Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung ohne das Posei als nahezu unmöglich erachtet.

Ähnliche Bedenken äußern Vertreter der Karibik, wie Cassandre Gatoux aus Guadeloupe, die um die Auswirkungen der Reformen auf ihre Region fürchten. Das Posei sichert dort jährlich rund 70 Millionen Euro, die für die Ernährung der Bevölkerung entscheidend sind. Gatoux warnt vor den administrativen Hürden, die durch eine mögliche Umstrukturierung der Programme entstehen könnten. Die RUP stehen somit vor der Herausforderung, ihre Interessen in einem sich verändernden europäischen Finanzierungsrahmen zu verteidigen.

Quelle: dariodeavisos
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und mit Unterstützung von KI-Technologie (OpenAI) sinngemäß aus spanischen Quellen zusammengefasst.

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