Kanaren verstärken Zusammenarbeit für Landwirtschaft und Fischerei mit 154 Mio. Euro Fördermitteln auf Teneriffa (Cabildo…

Kanaren verstärken Zusammenarbeit für Landwirtschaft und Fischerei mit 154 Mio. Euro Fördermitteln

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

25 Juni, 2026

Die Kanarische Regierung und die Inselräte haben ihre Zusammenarbeit intensiviert, um den primären Wirtschaftssektor der Inselgruppe zu stärken. Bei einem Arbeitstreffen auf Teneriffa diskutierten der Landwirtschafts- und Fischereiminister Narvay Quintero sowie die zuständigen Inselräte über gemeinsame Strategien, um den Herausforderungen in Landwirtschaft und Fischerei effektiv zu begegnen. Die Inselpräsidentin von Teneriffa, Rosa Dávila, nahm ebenfalls an der Sitzung teil, die bereits die fünfte dieser Legislaturperiode war.

Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Koordination zwischen der autonomen Regierung und den Inselverwaltungen. Ziel ist es, die speziellen Bedürfnisse jeder Insel zu berücksichtigen und die Effizienz öffentlicher Förderprogramme zu erhöhen. Quintero betonte, dass die enge Zusammenarbeit die Grundlage dafür bildet, dass Hilfen, Investitionen und gesetzliche Maßnahmen passgenau auf die Anforderungen von Landwirten, Viehzüchtern und Fischern zugeschnitten werden können.

Ein zentrales Thema war die Verteidigung des besonderen Status der Kanaren als ultraperiphere Region (UPR) innerhalb der Europäischen Union. Dies betrifft vor allem das POSEI-Programm, das finanzielle Unterstützung für landwirtschaftliche Aktivitäten sichert. Die Teilnehmer fordern, dass dieses Programm weiterhin direkt von der EU-Agrarkommission verwaltet wird, statt in nationale Programme der Mitgliedstaaten integriert zu werden. Diese Forderung soll im neuen Mehrjährigen Finanzrahmen der EU für 2028 bis 2034 verankert werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die erfolgreiche Bekämpfung der Reblaus (Phylloxera) auf Teneriffa. Dank koordinierter Maßnahmen zwischen der kanarischen Regierung und dem Cabildo von Teneriffa konnte die Ausbreitung des Schädlinges auf einen kleinen Bereich der Insel begrenzt werden. Die Bekämpfung wird weiterhin fortgesetzt, um die Weinbaugebiete der Insel zu schützen – ein bedeutender Wirtschaftszweig, der auch für den Tourismus von großer Bedeutung ist.

Die Präsidentin des Cabildo von Teneriffa, Rosa Dávila, unterstrich, wie wichtig es ist, die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen zu vertiefen, um den primären Sektor vor strategischen Risiken zu schützen. Dabei verwies sie besonders auf die Herausforderungen durch die Reblaus sowie die Unsicherheiten bezüglich der künftigen EU-Förderpolitik. Dávila forderte, dass der neue EU-Haushalt die Besonderheiten der Kanaren anerkennt und ausreichende Mittel bereitstellt, um Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft zu gewährleisten.

Valentín González, der für den primären Sektor und das Tierwohl im Cabildo von Teneriffa zuständig ist, hob hervor, wie bedeutend diese Treffen für den Zusammenhalt aller Inseln mit der kanarischen Regierung sind. Er nannte als Schwerpunkt die Verteidigung des POSEI-Programms, die Planung der EU-Förderperiode 2028–2034, die Bekämpfung der Reblaus und die Verbesserung der Bewässerungsinfrastruktur. Die gemeinsame Arbeit sei entscheidend, um die Ernährungssouveränität der Kanaren zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Produzenten zu erhalten.

Seit Beginn der Legislatur wurden Fördermittel in Höhe von insgesamt 154,04 Millionen Euro an 28.363 Empfänger verteilt. Davon entfallen 73,1 Millionen Euro auf den Bereich Agrarstrukturen mit 4.234 Begünstigten, 29,5 Millionen Euro auf Bau- und Planungsmaßnahmen mit 201 Antragstellern und 51 Millionen Euro auf Produktion und Registrierung mit 23.938 Empfängern. Der Pflanzenschutzbereich erhielt weitere 321.000 Euro.

Besonders hervorzuheben sind die Zuschüsse aus dem Programm für ländliche Entwicklung (PDR) und dem Strategischen Plan der Gemeinsamen Agrarpolitik (PEPAC). Hier flossen fast 30 Millionen Euro in Modernisierungen von Betrieben, die 732 Landwirte unterstützten. Die Förderung junger Landwirte belief sich auf 16,1 Millionen Euro für 235 Begünstigte. Für umweltbezogene Verpflichtungen und den Erhalt genetischer Ressourcen wurden über 20 Millionen Euro an 3.246 Empfänger vergeben. Ergänzend wurden im Bereich Viehzucht 6,84 Millionen Euro ausgezahlt.

Diese Maßnahmen zeigen, wie die Kanarische Regierung und die Inselverwaltungen gemeinsam den primären Sektor stärken und an die spezifischen Herausforderungen der Inseln anpassen. Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet das: Eine stabilere Versorgung mit regionalen Produkten, eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und eine gesicherte Zukunft für die Landwirtschaft und Fischerei auf den Inseln.

Die verstärkte Kooperation zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen und der klare Fokus auf finanzielle Unterstützung und Schutzmaßnahmen für den primären Sektor sind entscheidend, um die wirtschaftliche und ökologische Stabilität der Kanaren langfristig zu sichern.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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