Die Kanarischen Inseln sichern sich durch ein neues Finanzierungsabkommen mit dem spanischen Finanzministerium zusätzliche Mittel in Höhe von über 1,3 Milliarden Euro. Dieses Abkommen beendet monatelange Verhandlungen und soll die wirtschaftliche Erholung fördern sowie wichtige öffentliche Dienstleistungen stärken. Rund 611 Millionen Euro stammen aus dem neuen regionalen Finanzierungssystem, ergänzt durch 726 Millionen Euro aus dem Fonds für wirtschaftliche Dynamik. Die Mittel werden dauerhaft und monatlich ausgezahlt, sodass die Inselregierung mit einer verlässlichen Finanzierung rechnen kann. Mit diesen Geldern werden vor allem Gesundheits- und Bildungsangebote priorisiert. Zudem sichert das Abkommen eine Beteiligung an der Mehrwertsteuer, um finanzielle Ungleichheiten auszugleichen. Finanzminister Arcadi España lobte die Verhandlungsstrategie der Kanarischen Inseln, die realistische Forderungen stellten, ohne andere Regionen zu benachteiligen. Ein wichtiger Teil des Pakets ist die Unterstützung für La Palma, das mit einer Investition von 100 Millionen Euro sowie einer 60-prozentigen Einkommensteuererleichterung für Einwohner gezielt gestärkt wird. Weitere 45 Millionen Euro aus dem umfassenden Beschäftigungsplan sollen Beschäftigungsprojekte fördern. Darüber hinaus stehen auf der politischen Agenda Investitionen zur Verbesserung der Energieversorgung sowie Infrastrukturprojekte an den Häfen von Granadilla und La Luz. Die nächste Diskussion über das Finanzierungsmodell findet am 29. Juli im Rat für Fiskal- und Finanzpolitik statt. Die Vereinbarung schafft eine solide finanzielle Grundlage für die Kanarischen Inseln, um die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern und die wirtschaftliche Entwicklung insbesondere nach den Belastungen der vergangenen Jahre voranzutreiben.
Quelle: tenerifeweekly.com
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