Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, hat besorgniserregende Aussagen getroffen, die sich direkt an Touristen richten. Er warnt, dass die Gesundheitsversorgung in der Region nicht in der Lage sei, im Falle von Erkrankungen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes adäquate Hilfe zu leisten. Dies geschieht im Kontext eines Vorfalls mit dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das während seiner Reise von Hamburg zu den Kanaren mit einem Hantavirus-Ausbruch konfrontiert wurde.
Clavijo erklärte, dass die kanarischen Gesundheitsdienste nicht in der Lage seien, die 140 Passagiere des Schiffes zu testen oder gegebenenfalls zu isolieren. Diese Aussagen könnten potenzielle Touristen abschrecken, da ihnen nahegelegt wird, im Krankheitsfall lieber nach Deutschland zurückzukehren, anstatt die Kanaren zu besuchen. Dies könnte schwerwiegende Auswirkungen auf die Tourismusbranche haben, die im letzten Jahr 18 Millionen Besucher verzeichnete.
Die politischen Motive hinter Clavijos Warnungen sind ebenfalls von Bedeutung. In einem Jahr, in dem die Wahlen für die Koalition Canaria anstehen, könnte diese Strategie darauf abzielen, Wählerstimmen von der rechten und ultrarechten Opposition zu gewinnen, die in der Hantavirus-Debatte eine Plattform für ihre xenophoben Ansichten finden. Die Situation wirft Fragen zur Verantwortung der Regierung im Umgang mit Gesundheitskrisen und deren Auswirkungen auf den Tourismus auf.
Quelle: eldiario.es
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