KI schafft neue Chancen für Menschen mit Behinderung auf den Kanaren in Technik (Digital)

KI schafft neue Chancen für Menschen mit Behinderung auf den Kanaren

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

13 Juli, 2026

Die Beschäftigungschancen von Menschen mit Behinderung auf den Kanarischen Inseln könnten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verbessert werden. Aktuell liegt die Aktivitätsrate dieser Gruppe in der Region bei 28,4 Prozent und damit deutlich unter dem spanischen Durchschnitt von 35,4 Prozent. Die allgemeine Bevölkerung ohne Behinderung erreicht dagegen eine Aktivitätsrate von 77 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen die anhaltenden Hürden beim Zugang zum Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung auf den Kanaren.

Die Digitalisierung und insbesondere die KI-Technologie verändern die Arbeitswelt grundlegend. Während einige befürchten, dass Automatisierung Arbeitsplätze vernichten könnte, sehen viele Menschen mit Behinderung auf den Kanarischen Inseln in der KI vor allem eine Chance. Laut einer aktuellen Studie der Fundación Adecco, die 325 Menschen mit Behinderung befragte, darunter sieben Prozent aus den Kanaren, betrachten über 60 Prozent der Befragten aus der Region KI als Möglichkeit, bessere Beschäftigungschancen zu erhalten. Ein knappes Drittel sieht die Technologie dagegen als Risiko für ihre Jobs, während rund zehn Prozent eine neutrale Haltung einnehmen.

Die Fundación Adecco analysierte dabei auch, in welchen Berufsfeldern KI schon heute stark eingesetzt wird. So übernimmt die Technologie bereits einen Großteil der Aufgaben in der Programmierung (74,5 Prozent), im Kundenservice (70 Prozent), bei der Dateneingabe (67 Prozent), in der medizinischen Dokumentation (66,7 Prozent) sowie im Marketing und der Marktforschung (64,8 Prozent). Diese Bereiche sind stark von Automatisierung betroffen.

Im Gegensatz dazu streben Menschen mit Behinderung auf den Kanarischen Inseln am häufigsten Tätigkeiten in weniger automatisierungsanfälligen Sektoren an. Dazu zählen Hilfsdienste (50,2 Prozent), Logistik und Transport (40,7 Prozent), Handel (35,4 Prozent), Reinigung und Instandhaltung (32,9 Prozent) sowie das Gastgewerbe (18,8 Prozent). Diese Berufe erfordern weiterhin vielfältige menschliche Fähigkeiten wie persönliche Interaktion, Flexibilität und Problemlösung, die KI bislang nicht vollständig ersetzen kann.

Pablo García, Verantwortlicher für das Observatorium für Verwundbarkeit und Beschäftigung bei der Fundación Adecco, betont, dass neben technischen Kompetenzen auch soziale und unternehmerische Barrieren überwunden werden müssen, um die Arbeitsmarktintegration zu verbessern. Die KI könne dabei helfen, Barrieren abzubauen und den Zugang zu Arbeitsplätzen zu erleichtern, etwa durch verbesserte Zugänglichkeit und angepasste Auswahlverfahren.

Die Diskussion um KI auf den Kanaren zeigt, dass die Technologie sowohl als Chance als auch als Herausforderung verstanden wird. Für Menschen mit Behinderung ergibt sich das Potenzial, durch gezielten Einsatz von KI mehr Teilhabe am Arbeitsmarkt zu erreichen. Entscheidend wird sein, wie die Region künftig Bildung, Qualifizierung und soziale Maßnahmen gestaltet, um diesen Übergang aktiv zu begleiten und die bestehenden Ungleichheiten zu verringern.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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