Seit August steht im Hospital Universitario de La Palma eine innovative Technik zur Verfügung, die die Diagnose der ischämischen Herzkrankheit deutlich verbessert. Mit Hilfe der sogenannten FFR-CT (Fractional Flow Reserve aus der Computertomographie) können Ärzte eine umfassende anatomische und funktionelle Bewertung der Herzkranzgefäße durchführen – und zwar ohne dass die Patienten invasive Eingriffe oder Verlegungen zu spezialisierten Einrichtungen in Teneriffa in Kauf nehmen müssen. Die Methode kombiniert eine Computertomographie-Angiographie der Koronararterien mit computergestützten Modellen, um den Einfluss von Gefäßverengungen auf den Blutfluss präzise zu bestimmen. Dadurch lässt sich unterscheiden, ob eine Verengung tatsächlich eine relevante Beeinträchtigung der Durchblutung darstellt oder nur anatomisch sichtbar ist. Dies verkürzt nicht nur die Diagnostik erheblich, sondern verbessert auch die Patientenerfahrung, da invasive Katheteruntersuchungen oft entfallen können. Die FFR-CT ergänzt die herkömmliche koronare CT-Angiographie, ersetzt sie jedoch nicht. Sie wird gezielt bei ausgewählten Patienten eingesetzt, bei denen ein zusätzlicher diagnostischer Nutzen erwartet wird – gemäß aktuellen klinischen Leitlinien. Durch die gezielte Auswahl werden nicht nur unnötige diagnostische Katheteruntersuchungen reduziert, sondern auch eine bessere Priorisierung der Patienten mit dringendem Therapiebedarf ermöglicht. Für die Gesundheitsversorgung auf La Palma bedeutet dies eine Optimierung der Abläufe und eine Entlastung des überregionalen Krankenhauses in Teneriffa. Patientinnen und Patienten, die häufig älter sind und mit Begleiterkrankungen oder Mobilitätseinschränkungen zu kämpfen haben, profitieren so von einer wohnortnahen und schonenden Diagnostik. Insgesamt führt die Einführung der FFR-CT zu einer schnelleren, effizienteren und patientenfreundlicheren Versorgung bei Verdacht auf ischämische Herzkrankheit auf La Palma.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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