Am 4. Mai 2026 hat das Kommando der Kanaren einen umfassenden Einsatz von Militärpatrouillen auf allen bewohnten Inseln gestartet. Diese Maßnahme wird offiziell als Teil permanenter Operationen zur sozialen Realität und zur Festigung der militärischen Präsenz in der Region dargestellt. Kritiker sehen darin jedoch eine besorgniserregende Militarisierung des öffentlichen Raums, die die Rolle der Streitkräfte in sozialen Angelegenheiten infrage stellt.
Der Hintergrund dieser Entwicklung ist die verstärkte Militarisierung, die als Reaktion auf die EU-Politik der „Festung Europa“ zu verstehen ist. Diese Politik hat die humanitären Ansprüche der EU aufgegeben und setzt stattdessen auf eine strikte Grenzverteidigung. Der im Jahr 2024 verabschiedete Europäische Pakt für Migration und Asyl wird als rechtlicher Rahmen für diese Maßnahmen angesehen, der unter anderem beschleunigte Verfahren und systematische Grenzfestnahmen legitimiert.
Die Geschichte dieser Militarisierung reicht bis in das Jahr 2016 zurück, als die Brigada Canarias XVI und die Roten Kreuz eine Übung zur Verwaltung eines Flüchtlingslagers in Gran Canaria durchführten. Diese Übung wird heute als Vorläufer für die zunehmende militärische Kontrolle über Migrationskrisen interpretiert, die durch geopolitische Spannungen und die Politik des Globalen Nordens verursacht werden.
Zusätzlich zu den lokalen militärischen Aktivitäten hat die Stationierung französischer Truppen im Oktober 2025 in der Region die militärische Zusammenarbeit zwischen Spanien und Frankreich verstärkt. Diese Entwicklungen sind Teil eines umfassenderen Trends, der die Zivilgesellschaft in einen Zustand der Unterordnung drängt, während die EU ihre Grenzen zunehmend militarisiert und humanitäre Standards gefährdet.
Quelle: eldiario.es
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