Die Regierung der Kanarischen Inseln hat ein neues Dekret verabschiedet, das den Genehmigungsprozess für offizielle Studiengänge erheblich vereinfacht. Künftig wird die Zeitspanne für die Genehmigung von zwei Jahren auf neun Monate verkürzt. Dies wurde am Montag von Migdalia Machín, der zuständigen Ministerin, bekannt gegeben. Das Dekret ersetzt das vorherige Regelwerk von 2008 und orientiert sich an den aktuellen staatlichen Vorgaben.
Ziel des neuen Regelwerks ist es, die Verfahren zur Schaffung, Änderung und Aufhebung von Studiengängen zu klären und zu beschleunigen. Machín betonte, dass eine geordnete Implementierung der Studiengänge auch die Zukunft der Kanarischen Inseln beeinflusst, da sie die Verbindung zwischen akademischer Ausbildung und den Bedürfnissen der Gesellschaft stärkt.
Das Dekret führt zudem Maßnahmen ein, um die Nachhaltigkeit der Studiengänge zu gewährleisten. Universitäten sind verpflichtet, die Entwicklung ihrer Programme zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, um deren Fortbestand zu sichern. Darüber hinaus wird der Prozess zur Einführung neuer Studiengänge optimiert, indem er erst nach der Genehmigung des Studienplans durch den Universitätsrat eingeleitet wird.
Eine weitere wichtige Neuerung ist die Förderung der Internationalisierung der Studiengänge, die den Studierenden zusätzliche Sprachkompetenzen vermitteln soll. Dies umfasst unter anderem die Möglichkeit, Kurse in anderen Sprachen anzubieten und internationale Austauschprogramme zu initiieren, ohne dass zusätzliche Kosten für die Studierenden entstehen. Das Dekret zielt darauf ab, die Verbindung zwischen akademischer Ausbildung und dem beruflichen Umfeld zu stärken und die Integration von Praktika in die Studiengänge zu fördern.
Quelle: eldiario.es
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