Neubauwohnungen auf den Kanaren günstiger, aber weiterhin schwer erschwinglich – Wohnen (Wohnung)

Neubauwohnungen auf den Kanaren günstiger, aber weiterhin schwer erschwinglich

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

18 Juli, 2026

Die Preise für neue Wohnungen auf den Kanarischen Inseln liegen mit durchschnittlich 2.104 Euro pro Quadratmeter deutlich unter dem spanischen Landesdurchschnitt von 3.458 Euro. Dennoch müssen Kaufinteressenten hier im Schnitt mehr Jahre ihres gesamten Gehalts für den Erwerb eines Neubaus aufwenden als im Rest Spaniens. Laut einem aktuellen Bericht von Grupo ST sind in der Region durchschnittlich 8,3 Jahresgehälter nötig, um ein neues Eigenheim zu finanzieren. Das liegt über dem nationalen Mittelwert von 7,8 Jahren und verdeutlicht, dass die günstigeren Kaufpreise nicht ausreichen, um die Kaufkraft der Bewohner angemessen zu berücksichtigen.

Die Immobilienpreise auf den Kanaren sind im letzten Jahr um 7,3 Prozent gestiegen, was zwar unter dem landesweiten Anstieg von 9,7 Prozent liegt, aber dennoch die steigende Belastung für Käufer widerspiegelt. Der sogenannte Real Estate Effort Index, der die Anzahl der benötigten Jahresgehälter misst, ist dort im Jahresvergleich ebenfalls um etwa fünf Prozent gestiegen. Die Kanarischen Inseln teilen diesen Indexwert mit Katalonien, während Madrid mit 10,7 Jahren und die Balearen mit mehr als 20 Jahren deutlich höhere Werte aufweisen.

Die Erschwinglichkeit spiegelt sich auch im Accessibility Index wider, der Kaufpreise ins Verhältnis zu tragbaren Schulden setzt. Die Kanaren erreichten hier 80 Punkte, was unter dem ausgewogenen Wert von 100 und unter dem spanischen Durchschnitt von 83 liegt. Zudem verzeichnete die Region den stärksten vierteljährlichen Rückgang der Erschwinglichkeit in Spanien mit minus 4,8 Prozent und einen Rückgang von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Trend wird auf steigende Preise, strengere Finanzierungsbedingungen und den größeren Kapitalbedarf vor dem Kauf zurückgeführt.

Innerhalb der Inselgruppe gibt es deutliche Preisunterschiede. Am teuersten ist es in Las Palmas de Gran Canaria mit durchschnittlich 2.209 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Mogán und Puerto de la Cruz. Während in Las Palmas die Preise im vergangenen Jahr um 6,9 Prozent stiegen, verzeichnet Santa Cruz de Tenerife mit 8,1 Prozent das stärkste Wachstum. Weitere Gemeinden mit deutlichen Preissteigerungen sind Arona, La Laguna und Arrecife. Die niedrigsten Quadratmeterpreise finden sich in Arrecife, Arona und Telde.

Sechs von neun untersuchten Gemeinden erreichten im vergangenen Jahr Höchstpreise, was die Entwicklung der Immobilienmärkte auf den Kanaren unterstreicht. Trotz weiterhin günstigerer Preise als im spanischen Festland zieht die steigende Belastung für viele Bewohner die Erschwinglichkeit der Neubauten in Zweifel. Für potenzielle Käufer bedeutet dies, dass neben den Kaufpreisen auch die Finanzierungsvoraussetzungen und das verfügbare Eigenkapital genau geprüft werden müssen. Die Tendenz steigender Preise dürfte den Druck auf den Wohnungsmarkt auf den Kanaren in naher Zukunft aufrechterhalten.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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