Neue Programme verbessern Behandlung von chronischen Schmerzen auf den Kanaren – Gesundheit (Krankenhaus)

Neue Programme verbessern Behandlung von chronischen Schmerzen auf den Kanaren

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

25. September 2026

Auf den Kanarischen Inseln leben rund 27,1 Prozent der erwachsenen Bevölkerung mit chronischen Schmerzen, was etwa 361.700 Menschen entspricht. Die Gesundheitsbehörde der Kanaren hat nun zwei neue Initiativen gestartet, die darauf abzielen, die Betreuung dieser Patienten deutlich zu verbessern. Zum einen wurde eine didaktische Patientenleitlinie entwickelt, die in die bestehende Escuela de Pacientes de Canarias integriert ist und bereits mit Workshops umgesetzt wird. Zum anderen startet im September ein interdisziplinäres Online-Fortbildungsprogramm für medizinisches Fachpersonal.

Diese Maßnahmen sind Teil der Strategie zum Umgang mit nicht-onkologischen chronischen Schmerzen auf den Kanaren für den Zeitraum 2022 bis 2026. Ziel ist es, die Versorgung durch koordinierte Betreuung, professionelle Weiterbildung und aktive Einbindung der Patienten zu optimieren. Dabei berücksichtigt die Strategie die körperlichen, psychologischen und sozialen Dimensionen des Schmerzes sowie die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen.

Die Patientenleitlinie wurde in einem partizipativen Prozess von Fachleuten aus den Bereichen Allgemeinmedizin, Pflege, Physiotherapie, Psychologie und Schmerzeinheiten gemeinsam mit Schmerzpatienten entwickelt. Sie vermittelt praxisnahe Kenntnisse und Werkzeuge, um besser mit den Schmerzen umzugehen, die Selbstständigkeit zu fördern und die Therapietreue zu verbessern. Die Workshops, die nach dem Peer-Learning-Prinzip der Patientenschule gestaltet sind, finden derzeit in verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitsdienstes der Kanaren statt und unterstützen Betroffene sowie deren Angehörige im Umgang mit der Erkrankung.

Parallel dazu richtet sich das Online-Fortbildungsprogramm an Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten und Psychologen. Es soll deren Kompetenzen in der umfassenden Schmerzbewertung und in der koordinierten, einheitlichen Versorgung stärken. Der Kurs vermittelt unter anderem Kenntnisse zu Schmerzarten, Früherkennung, ganzheitlicher Diagnostik, medikamentöser und nicht-medikamentöser Behandlung, therapeutischer Bewegung, psychologischer Betreuung sowie Patientenaufklärung und Teamarbeit. Das Programm ist vollständig online, asynchron und dauert jeweils drei Wochen pro Kursdurchgang. Es ist mit 2,7 Fortbildungspunkten anerkannt.

Durch diese Maßnahmen soll die Zusammenarbeit zwischen der Primärversorgung, Krankenhäusern und spezialisierten Schmerzeinheiten verbessert werden. Ein besonderer Fokus liegt darauf, die Erstversorgungsteams in der Primärmedizin zu befähigen, Risikofaktoren für eine Chronifizierung frühzeitig zu erkennen, die Behandlung individuell anzupassen und regelmäßig zu überprüfen. Ergänzend werden edukative, psychologische und physiotherapeutische Interventionen angeboten, um die Lebensqualität der Patienten nachhaltig zu erhöhen.

Die Einführung dieser Ressourcen markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem umfassenden, biopsychosozialen Ansatz in der Schmerztherapie auf den Kanarischen Inseln. Für Betroffene bedeutet dies künftig eine bessere Unterstützung im Alltag sowie eine engere Einbindung in ihre eigene Gesundheitsversorgung. Die Fortbildungen für Fachkräfte sollen zudem eine einheitlichere und qualitätsgesicherte Behandlung sicherstellen. Die Workshops für Patienten und Angehörige laufen bereits, während die Fortbildung für medizinisches Personal im September startet.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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