Die häusliche Palliativversorgung auf Teneriffa wurde auf alle Grundversorgungsgebiete ausgeweitet und steht nun Krebspatienten zur Verfügung, die eine spezialisierte Betreuung benötigen. Das Programm, das Teil des Kanarischen Gesundheitsdienstes ist, startete im Oktober 2024 zunächst in den Gemeinden Santiago del Teide und Guía de Isora. Inzwischen deckt es auch die Ballungsräume der Insel ab.
Seit Beginn des Angebots konnten rund 500 Patienten von der häuslichen Palliativversorgung profitieren. Das Versorgungsteam arbeitet eng mit den Gesundheitszentren, Notfalldiensten und Krankenhäusern zusammen, um eine durchgängige Betreuung auf allen Ebenen des Gesundheitssystems zu gewährleisten.
Das Palliativteam besteht aus 17 Fachkräften, darunter acht Ärzte, acht Pflegekräfte und eine Sozialarbeiterin. Sie koordinieren sich mit den Hausärzten und den Palliativabteilungen des Hospital Universitario Nuestra Señora de Candelaria sowie des Hospital Universitario de Canarias. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine individuell angepasste Unterstützung und stellt die Lebensqualität der Patienten während aller Krankheitsphasen in den Mittelpunkt.
Die Versorgung erfolgt vorrangig zuhause, was unnötige Arzt- oder Klinikfahrten vermeidet und den Patienten erlaubt, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Das Team unterstützt bei der Symptomkontrolle, bei klinischen Entscheidungen und bietet sowohl den Erkrankten als auch deren Angehörigen Begleitung und Hilfe.
Neben der Ausweitung der häuslichen Betreuung wurde im Juli 2025 am Hospital Universitario de Canarias ein neues Palliativzentrum eröffnet. Dieses bündelt die zuvor ausschließlich im Hospital de Ofra verfügbaren Palliativdienste. Darüber hinaus wurde am Hospital del Sur eine weitere Palliativstation eingerichtet, um Patienten den Klinikwechsel zu erleichtern.
Die Leitung der Primärversorgung plant, das Modell weiterzuentwickeln und künftig auch Patienten mit fortgeschrittenen chronischen Erkrankungen in das Palliativprogramm aufzunehmen. Damit soll die Versorgungssituation für weitere Patientengruppen verbessert werden, die von spezialisierter palliativer Betreuung profitieren könnten.
Quelle: tenerifeweekly.com
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