Die Partido Popular (PP) auf Teneriffa verlangt ein sofortiges staatliches Eingreifen, um die erheblichen Verkehrsprobleme am Flughafen Teneriffa Süd zu beheben. Ausgelöst wurden diese durch die Einführung eines neuen Zugangskontroll- und Abrechnungssystems durch die Flughafenverwaltung AENA, das zu massiven Verzögerungen, langen Buswarteschlangen und einer schlechten Passagiererfahrung führt. Der Flughafen ist der wichtigste touristische Zugangspunkt der Kanarischen Inseln, weshalb die Probleme direkte negative Auswirkungen auf den Tourismussektor und die wirtschaftliche Stabilität der Region haben.
Vertreter der PP, darunter Juan Antonio Rojas und Laura Lima, fordern von der Regierung eine Erklärung und kritisieren, dass das System ohne ausreichende Abstimmung mit lokalen Behörden und Wirtschaftsverbänden eingeführt wurde. Rojas betonte, dass die Sanchez-Regierung erneut versage, die Situation am Hauptankunftsort der Touristen angemessen zu adressieren. Er fordert eine sofortige Übernahme der Verantwortung durch den Staat, da das aktuell eingesetzte System die Wettbewerbsfähigkeit Teneriffas als Reiseziel gefährde.
Lope Afonso, Vorsitzender der PP auf Teneriffa und Tourismusrat der Insel, bezeichnete die Situation als inakzeptabel. Er warnte, dass die mangelhafte Mobilität am Flughafen die Reputation eines hart erarbeiteten Tourismusstandorts nachhaltig schädigen könne. Afonso erinnerte zudem daran, dass bereits vor der Einführung Warnungen von kanarischen Behörden, dem Transportsektor und Wirtschaftsverbänden ausgesprochen wurden, die jedoch von AENA und der Zentralregierung ignoriert wurden. Aus diesem Grund fordert er eine vorübergehende Aussetzung des neuen Zugangssystems, bis eine Einigung mit allen Beteiligten erzielt werden kann.
Die PP verlangt zudem Auskünfte darüber, welche Studien vor der Einführung des Systems von AENA durchgeführt wurden, wie die Koordination mit den kanarischen und lokalen Behörden ablief und welche wirtschaftlichen Folgen für betroffene Unternehmen bestehen. Außerdem soll geprüft werden, ob das Modell suspendiert oder überarbeitet wird, bis eine praktikable Lösung gefunden ist. Auch die Einrichtung einer dauerhaften Arbeitsgruppe zwischen AENA, öffentlichen Stellen und Vertretern des Tourismussektors wird gefordert, um zukünftige Probleme zu vermeiden.
Das neue Zugangssystem steht im Zentrum der Kritik, da es ohne ausreichende Abstimmung und Vorbereitung eingeführt wurde und nun den reibungslosen Ablauf am Flughafen massiv behindert. Die PP macht deutlich, dass eine schnelle Korrektur notwendig ist, um den wichtigen Tourismusstandort Teneriffa nicht zu gefährden. Die politische Debatte ist somit eröffnet, und es bleibt abzuwarten, wie die Zentralregierung und AENA auf die Forderungen reagieren und welche Maßnahmen zur Entschärfung der Situation ergriffen werden.
Quelle: tenerifeweekly.com
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