Die Kanarische Gesundheitsministerin Esther Monzón hat angekündigt, dass ab Oktober 2026 die Impfung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) auf besonders gefährdete Erwachsene ausgeweitet wird. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Zahl der Krankenhausaufnahmen und schweren Krankheitsverläufe bei älteren Menschen sowie bei Patienten mit schweren Atemwegs- oder Herzkrankheiten zu senken. Die Entscheidung basiert auf den nachweislich erfolgreichen Ergebnissen der RSV-Impfung bei Säuglingen auf den Kanarischen Inseln.
Seit der Saison 2024-2025 hat die RSV-Impfung bei Babys unter einem Jahr zu einer Reduktion der Krankenhausaufnahmen um 78,6 Prozent geführt. Auch die Einweisungen auf Intensivstationen konnten um 86,67 Prozent verringert werden. Diese Werte liegen deutlich über dem spanischen Landesdurchschnitt, was den Kanaren eine Vorreiterrolle bei der RSV-Prävention verschafft.
Die neue Impfkampagne für Erwachsene richtet sich an Menschen über 70 Jahre, die in Pflegeeinrichtungen leben, sowie an jüngere, institutionalisierte Personen mit schweren Herz- oder Lungenerkrankungen. Außerdem wird die Impfung für Patienten mit hämatologischen Krebserkrankungen und für Empfänger von Lungen- oder Stammzelltransplantaten angeboten. Die Immunisierung erfolgt in der Zeit der höchsten Virusausschüttung von Oktober bis März.
Das RSV ist vor allem bei Säuglingen eine Hauptursache für schwere Atemwegserkrankungen wie Bronchiolitis und Lungenentzündung. Auch bei älteren Menschen kann es zu schweren Verläufen führen, die häufig Krankenhausaufenthalte erfordern. Die Einführung des monoklonalen Antikörpers Nirsevimab für Säuglinge hat die Prävention deutlich verbessert und die Belastung für das Gesundheitssystem reduziert.
Mit der Erweiterung des Impfangebots auf vulnerable Erwachsene wollen die Gesundheitsbehörden der Kanaren die Schutzmaßnahmen über alle Altersstufen hinweg verstärken. Dies soll nicht nur die Gesundheit der Betroffenen verbessern, sondern auch die Versorgungskapazitäten in Kliniken und Pflegeeinrichtungen entlasten.
Die Impfung wird durch die Dirección General de Salud Pública organisiert, die die Impfstoffdosen jährlich an öffentliche und private Gesundheitseinrichtungen auf den Kanarischen Inseln verteilt. Die Ausweitung der RSV-Impfung markiert einen wichtigen Schritt in der Bekämpfung von Atemwegsinfektionen und stärkt die Prävention bei den besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen der Inseln.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
Zum Original

