Rückerstattungen bei Bankkundenbeschwerden auf den Kanaren steigen deutlich – Wirtschaft (Bbva)

Rückerstattungen bei Bankkundenbeschwerden auf den Kanaren steigen deutlich

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

27 Juli, 2026

Die Banco de España bearbeitete im vergangenen Jahr 413 Beschwerden von Bankkunden auf den Kanarischen Inseln. Das entspricht einem Rückgang von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz der sinkenden Anzahl von Reklamationen wurden insgesamt 706.800 Euro zurückerstattet – das ist das 4,4-Fache der Rückerstattungssumme von 2024 und der höchste Wert in Spanien. Die durchschnittliche Rückerstattung pro Fall liegt auf den Kanaren mit 1.711 Euro deutlich über dem nationalen Durchschnitt.

Verglichen mit dem gesamten spanischen Markt, auf dem die Zahl der Beschwerden um 44,8 Prozent auf 30.970 Fälle sank, zeigt sich auch auf den Kanaren eine Rückkehr zu normalen Beschwerdezahlen. Im Vorjahr hatte ein Urteil des Tribunal Supremo zu Hypothekenkosten zu einem außergewöhnlichen Anstieg der Beschwerdefälle geführt. Die Kanarischen Inseln verzeichneten zudem eine Abnahme der insgesamt eingereichten Beschwerden um 25,6 Prozent.

Die Hauptursachen für die Beschwerden auf den Kanaren sind Betrugsfälle bei Karten- und Überweisungsoperationen, die 26 Prozent der abgeschlossenen Fälle ausmachen. An zweiter Stelle steht ein Mangel an Informationen oder Dokumentationen zu den gebuchten Bankdienstleistungen mit einem Anteil von 10,4 Prozent. Über die Hälfte der bearbeiteten Beschwerden (56 Prozent) endeten mit einer für die Kunden günstigen Entscheidung.

Die gestiegenen Rückerstattungssummen trotz rückläufiger Beschwerdezahlen deuten darauf hin, dass die Fälle auf den Kanaren im Schnitt gravierender sind oder höhere finanzielle Schäden betreffen. Die hohe Erfolgsquote bei den Beschwerden zeigt zudem, dass sich betroffene Kunden auf eine genaue Prüfung ihrer Anliegen verlassen können.

Der Rückgang der Beschwerden ist eng mit der juristischen Situation in Spanien verbunden. Das Urteil des Tribunal Supremo im Vorjahr hatte bundesweit zu einer starken Zunahme von Reklamationen geführt, insbesondere im Bereich der Hypothekenkosten. Seitdem normalisieren sich die Zahlen wieder, auch auf den Kanarischen Inseln. Die aktuelle Entwicklung unterstreicht eine verbesserte Handhabung von Kundenbeschwerden und eine stärkere Durchsetzung von Verbraucherrechten im Bankensektor der Region.

Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet dies, dass bei Unstimmigkeiten mit Banken weiterhin gute Chancen auf eine Rückerstattung bestehen. Die hohe durchschnittliche Rückerstattung pro Fall macht es vor allem lohnenswert, bei Betrugsverdacht oder unzureichender Information eine Beschwerde einzureichen. Die Banco de España nimmt Beschwerden weiterhin ernst und bearbeitet sie gründlich, auch wenn die Gesamtzahl der Fälle zurückgegangen ist.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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