Sechs Jahre Haft auf Teneriffa für sexuellen Missbrauch eines Mädchens über soziale Netzwerke – Behörden (Tribunal)

Sechs Jahre Haft auf Teneriffa für sexuellen Missbrauch eines Mädchens über soziale Netzwerke

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

15 Juni, 2026

Ein Mann auf Teneriffa wurde wegen sexuellen Missbrauchs an einem elfjährigen Mädchen zu sechs Jahren Haft verurteilt. Das Mädchen hatte der Täter über eine soziale Netzwerkplattform kennengelernt. Neben der Gefängnisstrafe muss der Verurteilte zudem 6.000 Euro Entschädigung an das Opfer zahlen und eine Geldstrafe von 4.000 Euro begleichen.

Die Staatsanwaltschaft von Santa Cruz de Tenerife hatte ursprünglich eine Haftstrafe von 13 Jahren sowie eine Entschädigung von 2.000 Euro für das Opfer gefordert. Im Verlauf des Prozesses, der hinter verschlossenen Türen stattfand, akzeptierte der Angeklagte jedoch eine reduzierte Strafe. Er räumte ein, im November 2022 über soziale Medien Kontakt mit dem Mädchen aufgenommen zu haben. Trotz Kenntnis des jungen Alters tauschten sie Telefonnummern aus. Er gewann das Vertrauen des Kindes durch Versprechungen finanzieller Belohnungen und führte sexuelle Gespräche.

Der Täter veranlasste das Mädchen, ihm pornographische Fotos von sich und anderen zu senden. Zwischen Februar und April 2023 kam es mindestens dreimal zu sexuellen Handlungen in seinem Fahrzeug. Nach der Offenlegung der Vorfälle leidet das Opfer an Angstzuständen und Depressionen. Diese psychischen Folgen unterstreichen die Schwere der Tat.

Das Gericht berücksichtigte bei der Strafzumessung eine Milderung, da der Angeklagte vor Prozessbeginn bereits 1.900 Euro Schadenersatz geleistet hatte. Zusätzlich zum Freiheitsentzug wurde ihm ein Kontaktverbot zum Opfer für 13 Jahre auferlegt. Nach seiner Haftentlassung folgt eine achtjährige Bewährungszeit mit Überwachung.

Außerdem darf der Verurteilte für 14 Jahre keine Tätigkeiten ausüben, die den Umgang mit Minderjährigen beinhalten. Diese Sperre beginnt nach der Haftzeit. Die Maßnahmen zielen darauf ab, das Opfer zu schützen und eine Wiederholung der Tat zu verhindern.

Für deutschsprachige Bewohner und Touristen auf den Kanaren verdeutlicht dieser Fall die Risiken sozialer Netzwerke, insbesondere für Minderjährige. Eltern und Erziehungsberechtigte sollten die Online-Aktivitäten ihrer Kinder aufmerksam begleiten. Die Justiz auf Teneriffa zeigt mit dem Urteil, dass sie sexualisierte Gewalt gegen Minderjährige konsequent verfolgt und bestraft. Betroffene finden auf den Kanaren verschiedene Beratungsstellen und Hilfsangebote, die bei der Verarbeitung solcher Traumata Unterstützung bieten.

Die Entscheidung unterstreicht die Bemühungen, Kinder und Jugendliche im digitalen Zeitalter besser zu schützen. Für Auswanderer und Urlauber auf den Kanaren ist dies eine wichtige Erinnerung an die Bedeutung von Aufklärung und Vorsicht im Umgang mit sozialen Medien.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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