Das Cabildo von Teneriffa hat beschlossen, in den kommenden vier Jahren insgesamt 12,1 Millionen Euro in die Verbesserung der medizinischen Diagnostik zu investieren. Mit diesem Betrag sollen jährlich über 20.000 zusätzliche bildgebende Untersuchungen – rund 11.000 MRTs und 9.000 Ultraschalluntersuchungen – ermöglicht werden. Das Ziel ist eine deutliche Reduzierung der bisher langen Wartezeiten bei diesen wichtigen Untersuchungen.
Der öffentliche Betreiber Imetisa wird die Geräte betreiben und plant, die Einrichtungen täglich bis 22 Uhr offen zu halten, um mehr Patienten eine schnellere Diagnostik zu ermöglichen. Dringende Untersuchungsergebnisse sollen innerhalb von sechs Stunden vorliegen, für stationär aufgenommene Patienten gilt eine Frist von zwölf Stunden. Diese Maßnahmen sollen die Gesundheitsversorgung auf Teneriffa verbessern und die Lebensqualität der Inselbewohner erhöhen.
Der Direktor des Kanarischen Gesundheitsdienstes, Adasat Goya, lobte das Cabildo als größten Gesundheitsinvestor der Kanaren und hob die zügige Umsetzung der neuen Angebote hervor. Besonders wichtig sei die frühzeitige Erkennung schwerwiegender Erkrankungen wie Krebs, die durch mehr verfügbare Untersuchungen deutlich erleichtert werde.
Aktuell warten in den Kanarischen Inseln etwa 1.300 Personen auf eine MRT-Untersuchung, davon 500 auf Teneriffa mit einer Wartezeit von 50 bis 90 Tagen. Bei Ultraschalluntersuchungen sind es auf Teneriffa 3.000 Patienten von insgesamt 5.500 mit bis zu 150 Tagen Wartezeit. Die neue Ultraschallanlage soll bereits im Oktober in Betrieb gehen, die bestehende MRT-Kapazität wird durch die Investition erweitert.
Diese Aufstockung kommt nicht nur den Einwohnern Teneriffas zugute, sondern auch Patienten aus den Nachbarinseln La Palma, La Gomera und El Hierro, wie Diana Mora, Leiterin des Gesundheitsbereichs Teneriffa, erklärte. Der Innovationsrat der Insel, Juan José Martínez, betonte, dass durch die Erweiterung der Kapazitäten die Diagnosen schneller gestellt und die Wartelisten deutlich verkürzt werden. Zudem wurde die Vertrauenswürdigkeit von Imetisa als Betreiber und Anbieter medizinischer Geräte hervorgehoben, insbesondere durch die Ausstattung des Universitätskrankenhauses von Teneriffa mit einem der modernsten MRT-Geräte der Kanaren sowie einer Druckkammer, die sogar für NASA-Missionen genutzt wird.
Die Investitionen markieren einen wichtigen Schritt zur Modernisierung der medizinischen Infrastruktur auf Teneriffa und zur Entlastung der Patienten, die bisher lange auf lebenswichtige Diagnosen warten mussten. Die Umsetzung der Maßnahmen wird in den kommenden Monaten genau verfolgt, wobei der Start der neuen Ultraschallanlage im Oktober ein erster sichtbarer Fortschritt ist.
Quelle: tenerifeweekly.com
Zum Original

