Die Geschichte von Patricia Bartlett und ihrem Mann Stuart verbindet auf tragische Weise die Kanarischen Inseln Lanzarote und Gran Canaria. Nachdem Stuart im Mai 2024 seiner Frau das Leben rettete, indem er sie trotz anfänglicher Fehldiagnose erneut ins Krankenhaus brachte, musste Patricia Monate später ausgerechnet im Krankenhaus auf Gran Canaria mitansehen, wie ihr Mann einen Herzstillstand erlitt und starb – am Telefon.
Patricia, 44 Jahre alt und ursprünglich aus Derbyshire, lebte mit Stuart und ihren Kindern auf Lanzarote. Im Mai 2024 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand drastisch: Nach einem anfänglichen Verdacht auf eine Darmverstopfung wurde bei ihr in einem privaten Krankenhaus eine Darmperforation diagnostiziert, die eine Notoperation und eine anschließende intensive Betreuung erforderte. Stuart blieb während der gesamten Zeit an ihrer Seite und bestand darauf, dass sie erneut medizinische Hilfe in Anspruch nahm, als sich ihr Zustand verschlechterte.
Im März 2025 reiste Patricia nach Gran Canaria, um sich einer weiteren Operation zur Entfernung einer zuvor angelegten Kolostomiebeutel zu unterziehen. Nach einer rund fünfstündigen Operation war Stuart zwar bei ihr, musste jedoch bald zurück nach Lanzarote, um sich um ihre gemeinsamen Geschäfte zu kümmern. Am Tag nach der Operation erhielt Patricia eine Nachricht von ihm, in der er ihr Mut zusprach. Kurz darauf erhielt sie einen Anruf, dass Stuart während seiner Arbeit einen Herzstillstand erlitten hatte.
Obwohl Patricia noch im Krankenhaus lag und nicht persönlich eingreifen konnte, hörte sie am Telefon, wie Rettungskräfte rund 45 Minuten lang versuchten, Stuart zu reanimieren. Die Wiederbelebungsmaßnahmen blieben erfolglos. Die Autopsie ergab, dass Stuart an einem Herzstillstand infolge einer ischämischen Herzerkrankung mit Herzmuskelhypertrophie starb. Er war zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs beruflich als Auslieferungsfahrer tätig.
Für Patricia ist die Verfügbarkeit von Defibrillatoren an öffentlichen Orten ein wichtiger Aspekt, der die Überlebenschancen bei plötzlichen Herzstillständen erhöhen kann. Aus diesem Grund startete sie die Initiative „Stuart’s Prevention Plan“, um Gelder für die Anschaffung von Defibrillatoren auf den Kanaren zu sammeln und Schulungen in Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) anzubieten. Sie möchte damit anderen Familien helfen, solche Verluste zu vermeiden.
Die Tragödie hat die Familie tief getroffen. Patricia beschreibt ihre Trauer und Einsamkeit, besonders in alltäglichen Momenten. Die Beerdigung von Stuart fand zehn Tage nach seinem Tod auf Lanzarote statt, wo viele Menschen Abschied nahmen.
Patricias Geschichte zeigt nicht nur die Risiken, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen bergen, sondern auch, wie wichtig schnelle medizinische Hilfe und öffentliche Gesundheitsvorsorge sind. Die Kampagne, die sie ins Leben gerufen hat, setzt genau an diesem Punkt an und könnte langfristig Leben retten – vor allem auf den Kanarischen Inseln, wo solche Notfälle jederzeit eintreten können.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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