Über 200 Mikrobeben in 48 Stunden auf Teneriffa – keine erhöhte Ausbruchsgefahr – Wetter (Erdbeben)

Über 200 Mikrobeben in 48 Stunden auf Teneriffa – keine erhöhte Ausbruchsgefahr

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

21 Juni, 2026

Die Kanarische Vulkanforschungsanstalt INVOLCAN hat in den vergangenen 48 Stunden mehr als 200 Mikrobeben auf der Insel Teneriffa registriert. Diese Erschütterungen, die als volcano-tektonischer Natur eingestuft werden, traten im südwestlichen Bereich der Caldera von Las Cañadas auf, in etwa 10 Kilometern Tiefe. Die stärkste gemessene Magnitude lag bei 1,1 auf der Richterskala. Trotz dieses Anstiegs der seismischen Aktivität gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass sich die Wahrscheinlichkeit eines Vulkanausbruchs auf Teneriffa kurzfristig oder mittelfristig erhöht.

INVOLCAN ordnet diese Mikrobeben einem bekannten Prozess zu, der seit 2017 auf der Insel beobachtet wird. Dabei handelt es sich um eine Druckerhöhung im vulkanisch-hydrothermalen System, ausgelöst durch das Eindringen von magmatischen Fluiden. Dieses Phänomen wiederholt sich immer wieder und wird von unabhängigen geochemischen und geophysikalischen Messungen bestätigt. So verzeichnet man zum Beispiel einen anhaltenden Anstieg der diffusen CO₂-Emissionen im Bereich des Kraters des Teide sowie leichte Bodenverformungen seit 2024 im Nordosten des Vulkan-Komplexes Teide–Pico Viejo.

Auch das spanische Nationale Geographische Institut (IGN) meldete kürzlich eine Reihe von seismischen Impulsen mit niedriger Frequenz in der gleichen Region. Zwischen Donnerstag und Freitag wurden 79 Erdbeben vorwiegend im Westen der Caldera von Las Cañadas aufgezeichnet. Das IGN betont, dass diese Aktivitäten das Risiko eines Vulkanausbruchs nicht erhöhen. Die Behörde überwacht das Gebiet intensiv mit einem Netzwerk von über 100 festen Stationen, Geräten und Probenahmepunkten.

Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf Teneriffa bedeutet die aktuelle seismische Aktivität keine unmittelbare Gefahr. Die Überwachungssysteme sind gut ausgebaut und liefern kontinuierlich Daten, um Veränderungen im vulkanischen Verhalten frühzeitig zu erkennen. Die Caldera von Las Cañadas gilt als einer der aktivsten vulkanischen Bereiche der Kanaren, doch die registrierten Mikrobeben sind Teil eines natürlichen Prozesses, der seit Jahren beobachtet wird.

Die erhöhte Aktivität spiegelt die dynamischen geologischen Kräfte wider, die unter der Insel wirken. Für Besucher ist es dennoch ratsam, die Hinweise der lokalen Behörden und Vulkanüberwachungsstellen zu beachten. Insbesondere Wanderer im Nationalpark Teide sollten sich über aktuelle Warnungen informieren, auch wenn derzeit keine akute Gefahr besteht.

Insgesamt bestätigt die jüngste seismische Zunahme auf Teneriffa die Bedeutung einer kontinuierlichen und sorgfältigen Beobachtung. Die Kombination aus geochemischen Messungen, seismischer Überwachung und geophysikalischen Daten ermöglicht es, die vulkanische Aktivität umfassend zu beurteilen und die Bevölkerung rechtzeitig zu informieren. Somit bleibt Teneriffa trotz der Mikrobeben ein sicherer Ort für Bewohner und Touristen, ohne dass sich die Lage kurzfristig verschärft.

Quelle: eldiario.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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