Die Kanarischen Inseln weisen im August deutliche Unterschiede bei den Wassertemperaturen auf, obwohl sie geografisch nahe beieinanderliegen. Während die durchschnittliche Meerestemperatur etwa 23 Grad Celsius beträgt, sind die Gewässer an den östlichen Inseln Lanzarote und Fuerteventura mit rund 22 Grad am kühlsten. Im Gegensatz dazu erreichen die westlichen Inseln wie Gran Canaria, Teneriffa und La Gomera etwa 23 Grad, während El Hierro mit etwa 23,5 Grad die höchsten Durchschnittstemperaturen aufweist. Diese Unterschiede resultieren vor allem aus dem Einfluss des Kanarenstroms, einer vergleichsweise kalten Meeresströmung entlang der nordwestafrikanischen Küste, die die östlichen Inseln kühlt. Trotz oft höherer Lufttemperaturen auf Lanzarote und Fuerteventura bleibt das Meer dort kühler. Die Wassertemperaturen steigen im Jahresverlauf von etwa 18 Grad im Februar und März auf ihre Höchstwerte im September und Oktober, wenn sie an manchen Orten bis zu 24 Grad erreichen können. Die Daten stammen aus langfristigen Klimamitteln und können regional, beispielsweise an unterschiedlichen Küstenabschnitten von Teneriffa oder Gran Canaria, schwanken. Solche Variationen entstehen durch lokale Faktoren wie Küstenorientierung, Windverhältnisse, Meeresströmungen und Auftriebsphänomene. Für Einwohner, Urlauber und Auswanderer bedeutet dies, dass das Badeerlebnis je nach Insel und Küstenabschnitt unterschiedlich warm sein kann. Die wärmsten Gewässer finden sich tendenziell auf den westlichen Inseln, während die östlichen Inseln mit kühleren Wassertemperaturen aufwarten. Da das Meer länger braucht, um sich aufzuheizen als die Luft, liegt der wärmste Monat für das Meerwasser meist im September, nicht im August. Die kontinuierliche Messung der Wassertemperaturen durch Bojen ermöglicht eine genaue Überwachung der aktuellen Bedingungen, was für alle, die Aktivitäten im Wasser planen, hilfreich sein kann.
Quelle: tenerifeweekly.com
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