Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat am Samstag eine Botschaft an die Bevölkerung Teneriffas veröffentlicht, um Ängste im Zusammenhang mit der Ankunft des Kreuzfahrtschiffes ‚MV Hondius‘ zu zerstreuen. Dieses Schiff, das am Sonntagmorgen im Hafen von Granadilla anlegt, ist mit einem Hantavirus-Ausbruch in Verbindung gebracht worden, der bereits drei Todesfälle und sechs bestätigte Fälle unter den Passagieren gefordert hat. Tedros betont, dass das Risiko für die öffentliche Gesundheit in Teneriffa als gering eingestuft wird und verweist auf die Maßnahmen, die zur Sicherheit der Bevölkerung ergriffen wurden.
In seiner Mitteilung erklärt Tedros, dass die Ankunft des Schiffes nicht mit der COVID-19-Pandemie vergleichbar sei. Er fordert die Bürger auf, den Anweisungen der Gesundheitsbehörden zu vertrauen. Ein spezielles Protokoll wurde entwickelt, um den Kontakt zwischen den Passagieren und der lokalen Bevölkerung zu vermeiden. Passagiere sollen in versiegelten Fahrzeugen von der Anlegestelle zu den vorgesehenen Rückführungsorten transportiert werden, wobei der Bereich um den Hafen abgesperrt wird.
Tedros dankt der spanischen Regierung und dem Präsidenten Pedro Sánchez für die Unterstützung dieser Operation, die er als Akt der Solidarität bezeichnet. Die WHO verweist zudem auf den rechtlichen Rahmen, der die Maßnahmen Spaniens stützt, basierend auf dem Internationalen Gesundheitsreglement, das eine koordinierte Reaktion auf gesundheitliche Notfälle regelt. Hantavirus wird hauptsächlich durch Kontakt mit infizierten Nagetieren übertragen, wobei die Infektion in der Regel durch das Einatmen von kontaminierten Partikeln erfolgt. Aktuell gibt es weder eine spezifische Impfung noch eine zugelassene antivirale Behandlung gegen das Virus, weshalb eine frühzeitige medizinische Intervention entscheidend für die Genesung ist. Tedros kündigte an, persönlich nach Teneriffa zu reisen, um die Situation vor Ort zu beobachten und die Arbeit der Gesundheits- und Hafenmitarbeiter zu unterstützen.
Quelle: laprovincia.es
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