Zahl der Anrufe an Seniorenhotline in Kanaren steigt – Leben (Senioren)

Zahl der Anrufe an Seniorenhotline in Kanaren steigt

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

30 April, 2026

Die Seniorenhotline der Kanaren, erreichbar unter den Nummern 900 70 70 20, 922 33 40 50 und 717 003 717, verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt 4.577 Interventionen. Diese Hotline bietet älteren Menschen Unterstützung, Begleitung und einen Raum zum Zuhören, um den Herausforderungen des Alterns und der Gefahr von sozialer Isolation oder unerwünschter Einsamkeit zu begegnen. Besonders in einer Region wie den Kanaren, wo viele Deutsche im Ruhestand leben, ist dieser Service von großer Bedeutung.

Von den Anrufen kamen über 4.150 direkt von älteren Menschen, während 421 Anrufe von Angehörigen, vorwiegend Frauen in Pflegefunktionen, getätigt wurden. Der Großteil der Betroffenen lebte allein; 58,6 % der Männer und 52,49 % der Frauen waren alleinstehend. Diese Zahlen spiegeln eine besorgniserregende Realität wider, denn gerade auf den Kanaren, die für ihre sonnigen Strände und angenehmes Klima bekannt sind, könnte man annehmen, dass das Leben hier für Senioren besonders lebenswert ist. Doch die Einsamkeit ist ein ernstes Problem, das viele ältere Menschen betrifft. Die Organisation „Teléfono de la Esperanza“ betreut diesen Service, der von der Sozialbehörde mit 150.000 Euro gefördert wird.

Die Hauptmotivation für die Anrufer ist das Bedürfnis, gehört zu werden. 81,3 % der Frauen und 82,2 % der Männer gaben an, dass sie sich einfach nur mitteilen möchten. Einsamkeit und die damit verbundenen psychologischen Probleme waren für 40,6 % der Frauen und 40,4 % der Männer der Hauptgrund für ihren Anruf. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass ältere Menschen einen Ort finden, an dem sie ihre Sorgen und Gedanken teilen können. Darüber hinaus suchten 5,3 % der Frauen und 6 % der Männer Informationen über soziale Ressourcen. Dies lässt darauf schließen, dass viele Senioren nicht nur emotionalen Beistand, sondern auch praktische Unterstützung in ihrem Alltag benötigen.

Francisco Candil, der stellvertretende Sozialminister, betonte die Wichtigkeit solcher Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen, insbesondere für diejenigen, die von sozialer Isolation betroffen sind. Er wies darauf hin, dass es entscheidend sei, die soziale Teilhabe und Integration dieser Menschen zu fördern, um ihnen zu helfen, Kontakte zu anderen herzustellen, sei es persönlich, telefonisch oder per Videokonferenz. In einer Zeit, in der digitale Kommunikation immer wichtiger wird, ist es entscheidend, dass auch ältere Menschen Zugang zu diesen Technologien haben und lernen, sie zu nutzen.

Laut dem Nationalen Statistikinstitut leben in den Kanaren etwa 202.900 Menschen allein, darunter 79.900 über 65-Jährige, vorwiegend Frauen. Diese demografischen Daten sind alarmierend und verdeutlichen, dass es an der Zeit ist, nicht nur über die Herausforderungen des Alterns zu sprechen, sondern auch konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Für die deutschsprachigen Senioren auf den Kanaren ist es wichtig zu wissen, dass es Unterstützung gibt. Die Seniorenhotline ist nicht nur eine Anlaufstelle für akute Probleme, sondern auch ein Zeichen der Solidarität und des Miteinanders in einer Gemeinschaft, die oft als lebensfroh und gesellig wahrgenommen wird.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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