Eine aktuelle Studie hat den Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Herzinfarkten auf den Kanaren bestätigt. Die Forschung, geleitet von Professor Alberto Domínguez von der Universität La Laguna, zeigt, dass die Exposition gegenüber schädlichen Partikeln, insbesondere PM2,5, das Risiko für Herzinfarkte erheblich erhöht. Bereits drei Tage vor einem Krankenhausaufenthalt kann eine hohe Konzentration dieser Partikel die Sterblichkeit nach einem Infarkt um 7 % steigern.
In städtischen Gebieten der Kanaren sind die Hauptverursacher von Luftverschmutzung die Verbrennung fossiler Brennstoffe und industrielle Prozesse. Doch auch natürliche Phänomene wie Calima, Waldbrände und extreme Hitzewellen verschärfen die Situation. Diese Ereignisse führen zu einem Anstieg der Partikel PM10 und des bodennahen Ozon, was für Patienten mit bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine direkte Bedrohung darstellt.
Die Studie hebt hervor, dass nicht alle Schadstoffe gleich gefährlich sind. Besonders besorgniserregend sind PM2,5, Kohlenmonoxid, Stickoxide und bodennahes Ozon, die alle die Herzgesundheit beeinträchtigen können. Die Ergebnisse fordern ein Umdenken in der Gesundheitsprävention, da Luftverschmutzung nicht nur ein Umweltproblem, sondern auch eine medizinische Notlage darstellt.
Die Redaktion der Revista Española de Cardiología schlägt vor, dass Gesundheitssysteme Luftverschmutzungspeaks als Warnungen für kardiologische Notfälle betrachten sollten. Die Bevölkerung wird aufgefordert, bei hoher Luftverschmutzung körperliche Anstrengungen zu vermeiden, insbesondere Personen mit Herzproblemen. Die Erkenntnisse könnten entscheidend sein, um zukünftige Herzinfarkte zu verhindern und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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