Im spanischen Senat hat Fabián Chinea Correa, Senator der Agrupación Socialista Gomera (ASG), die dringende Aufnahme einer Steuererleichterung für die Bewohner von La Gomera, El Hierro und La Palma in die laufenden Verhandlungen zwischen der kanarischen Regierung und dem spanischen Zentralstaat gefordert. Konkret geht es um eine Reduzierung der Einkommensteuer (IRPF) für diese drei sogenannten „grünen Inseln“. Chinea argumentiert, dass diese Maßnahme notwendig sei, um den besonderen strukturellen Herausforderungen dieser Inseln gerecht zu werden und die territoriale Kohäsion innerhalb des Archipels zu stärken.
Während einer Debatte im Senat, die sich mit der Umsetzung der politischen Zusagen an die Kanarischen Inseln befasste, betonte Chinea, dass die Inseln La Gomera, El Hierro und La Palma aufgrund ihrer Doppelinsularität, eingeschränkten Verkehrsanbindung, demografischen Alterung und der Gefahr der Entvölkerung besondere Aufmerksamkeit verdienen. Diese Faktoren führen seiner Ansicht nach zu dauerhaften Nachteilen, die durch steuerliche Maßnahmen ausgeglichen werden sollten. Die Steuererleichterung sei keine Privilegierung, sondern eine Korrektur bestehender Ungleichheiten.
Die ASG hatte bereits in der Vergangenheit darauf gedrängt, Mechanismen zu entwickeln, um diese strukturellen Benachteiligungen abzumildern. Chinea verwies auf die Erfahrungen nach dem Vulkanausbruch auf La Palma, wo ähnliche steuerliche Instrumente dazu beigetragen hätten, die Einkommen der Familien zu stabilisieren und die wirtschaftliche Aktivität zu fördern. Er stellte klar, dass die Kanarische Agenda, ein zentrales politisches Programm zur Entwicklung der Inselgruppe, flexibel bleiben müsse, um neue Themen wie die Steuervergünstigung für die „grünen Inseln“ aufzunehmen.
Die Forderung nach einer differenzierten Steuerpolitik steht im Kontext der laufenden Verhandlungen zwischen der kanarischen Regionalregierung und der spanischen Zentralregierung. Chinea kritisierte, dass viele der vereinbarten Maßnahmen aus der Kanarischen Agenda bisher nicht umgesetzt wurden. Er forderte konkrete Zeitpläne, stabile Kontrollmechanismen und einen kontinuierlichen Dialog zwischen den Regierungen, um die zugesagten Verbesserungen schnell und verlässlich in die Tat umzusetzen.
Für die Bewohner von La Gomera, El Hierro und La Palma könnte die geplante Steuerreduktion spürbare finanzielle Entlastung bringen und zugleich die wirtschaftliche Entwicklung der Inseln ankurbeln. Für Urlauber und potenzielle Auswanderer auf die Kanaren zeigt sich hier ein wichtiger Aspekt der regionalen Politik, der langfristig die Lebensqualität und die Attraktivität dieser Inseln beeinflussen kann. Die „grünen Inseln“ gelten als besonders naturbelassen, aber auch als wirtschaftlich und infrastrukturell herausgefordert, weshalb gezielte politische Maßnahmen hier von großer Bedeutung sind.
Abschließend machte der Senator deutlich, dass die Umsetzung der Kanarischen Agenda mehr als nur Absichtserklärungen erfordere. Die politische Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Bevölkerung auf den Inseln hingen von konkreten Ergebnissen ab. Die Einbindung einer Steuerreduktion für La Gomera, El Hierro und La Palma in die Verhandlungen könnte ein wichtiger Schritt sein, um die sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede innerhalb der Kanarischen Inseln zu verringern und die regionale Entwicklung ausgewogener zu gestalten.
Quelle: gomeratoday.com
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