Neun wegen 1,4 Tonnen Haschisch vor Icod de los Vinos verurteilt – Haftstrafe ausgesetzt – Gesundheit (Drogen)

Neun wegen 1,4 Tonnen Haschisch vor Icod de los Vinos verurteilt – Haftstrafe ausgesetzt

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

7 Juli, 2026

Neun Personen wurden wegen eines Drogenschmuggels von 1,4 Tonnen Haschisch vor der Küste von Icod de los Vinos auf Teneriffa verurteilt, müssen jedoch nicht ins Gefängnis, sofern sie sich innerhalb der Bewährungsfristen nicht erneut strafbar machen. Das Urteil fiel am Montag vor der Provinzgerichtsbarkeit in Santa Cruz de Tenerife, nachdem die Angeklagten einem Vergleich mit der Staatsanwaltschaft zugestimmt hatten. Die Haftstrafen von ursprünglich vier bis viereinhalb Jahren wurden auf anderthalb Jahre für acht der Verurteilten und zwei Jahre für den neunten Angeklagten reduziert. Diese Strafmilderung erfolgte aufgrund eines erheblichen Verzugs im Verfahren, das sich über acht Jahre hinzog.

Die finanziellen Strafen wurden ebenfalls deutlich gesenkt: Statt der ursprünglich geforderten fünf Millionen Euro Geldstrafe zahlt nun jeder der Verurteilten zwei Millionen Euro. Die Bewährungsfristen betragen drei Jahre für die acht Personen mit kürzerer Haft und vier Jahre für denjenigen mit der längeren Strafe.

Der Drogenschmuggel ereignete sich am 13. Juli 2018, als die Guardia Civil eine mit Haschisch beladene Schnellbooteinheit etwa elf Seemeilen vor der Küste von Icod de los Vinos stoppte. Insgesamt wurden 1,4 Tonnen Haschisch in 53 Paketen sichergestellt. Die beschlagnahmte Droge wies eine Reinheit von 22 bis 40 Prozent auf und hätte auf dem Schwarzmarkt einen Wert von rund zwei Millionen Euro erzielt.

Die Ermittlungen leitete das kanarische Team gegen organisierte Kriminalität (ECO). Die Ermittler konzentrierten sich früh auf einen der Angeklagten, der die Beschaffung der Drogen in Marokko arrangiert haben soll. Die Schmugglerbande arbeitete mit klarer Arbeitsteilung: Ein Teil organisierte den Kauf und Transport der Ware, ein weiteres Team kümmerte sich um das Verladen auf ein Boot mit spanischer Registrierung zur Tarnung, während andere Mitglieder für die sichere Landung und Verteilung auf Teneriffa zuständig waren.

Der Schmugglerversuch schlug fehl, nachdem am Vorabend ein technischer Defekt am Boot den Transport verzögerte. Dadurch konnten die Sicherheitskräfte gezielt eingreifen und die Drogen an Bord sowie die beteiligten Personen festnehmen. Während zwei Schmuggler auf dem Boot gestellt wurden, konnte ein weiterer Flüchtiger zunächst entkommen, wurde aber später identifiziert. Weitere Festnahmen erfolgten im Hafenbereich und in einem Fahrzeug der Bande. Bei den Durchsuchungen fanden die Ermittler Mobiltelefone, Dokumente, Bargeld und Aufzeichnungen mit Telefonnummern sowie Geokoordinaten.

Der Fall macht deutlich, wie langwierige Prozesse die Strafzumessung beeinflussen können und zeigt die anhaltenden Herausforderungen im Kampf gegen den Drogenschmuggel auf den Kanarischen Inseln. Die Verurteilten können nun ohne Gefängnisstrafe weiterleben, müssen allerdings die Bewährungsfristen einhalten. Für die Region bedeutet das Urteil eine vorläufige Entlastung, da derartige Mengen an Betäubungsmitteln nicht ungehindert in Umlauf kommen sollen. Die Ermittlungen gegen die Hintermänner und weitere Beteiligte sind damit jedoch nicht abgeschlossen.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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