Der Beginn des neuen Schuljahres bedeutet für Familien auf den Kanarischen Inseln eine finanzielle Belastung. Wie die Spanische Verbraucherschutzvereinigung Asescon ermittelt hat, müssen Eltern hier im Durchschnitt 680 Euro pro Kind für den Schulstart in einer öffentlichen Schule einplanen. In den sogenannten „concertada“ Schulen, die eine Mischform aus öffentlicher und privater Finanzierung darstellen, steigen die Kosten leicht auf 720 Euro. Am höchsten fallen die Ausgaben in privaten Schulen aus, wo Familien mit durchschnittlich 1.720 Euro rechnen müssen.
Diese Zahlen spiegeln die durchschnittlichen Kosten wider, die für Schulmaterialien, Uniformen, Transport, Verpflegung und weitere notwendige Ausgaben anfallen. Im Vergleich zum spanischen Durchschnitt sind die Kosten auf den Kanaren geringfügig höher als der nationale Durchschnitt für öffentliche Schulen (635 Euro) und etwas niedriger als in privaten Einrichtungen (1.849 Euro). Die Unterschiede zwischen den Regionen sind jedoch erheblich. So zahlen Familien in Madrid für eine private Schule im Durchschnitt 1.923 Euro, während es in Extremadura mit 1.578 Euro deutlich günstiger ist.
Madrid zählt auch bei den öffentlichen Schulen zu den teuersten Regionen mit durchschnittlichen Ausgaben von 756 Euro pro Schüler. Im Gegensatz dazu liegen die Kosten in Asturien mit 556 Euro deutlich niedriger. Bei den „concertada“ Schulen beträgt der Unterschied zwischen Madrid und Galicien sogar 205 Euro. Nach Madrid folgen in der öffentlichen Schulbildung Katalonien, das Baskenland, Kantabrien und Navarra mit höheren Ausgaben, während Regionen wie Galicien, Extremadura und Castilla-La Mancha zu den günstigeren zählen.
Die Aufschlüsselung der Kosten zeigt, dass in öffentlichen Schulen vor allem Ausgaben für Uniformen (210 Euro), Schulmaterial (130 Euro), Transport (100 Euro) und Verpflegung (95 Euro) ins Gewicht fallen. In „concertada“ Schulen sind die Ausgaben für Uniformen und Verpflegung etwas höher. Private Schulen verlangen deutlich höhere Beiträge, insbesondere durch die Einschreibegebühr von 556 Euro und Kosten für Schulbücher von 358 Euro, ergänzt durch weitere Ausgaben für Uniformen und Materialien.
Angesichts der hohen Kosten rät Asescon den Schulen, bei der Anforderung von Schulmaterial zurückhaltend zu sein, da Eltern berichten, dass viele Materialien kaum genutzt werden. Für die Familien empfiehlt die Verbraucherschutzvereinigung, die Einkäufe sorgfältig zu planen, Preise zu vergleichen und Materialien möglichst wiederzuverwenden, um die Ausgaben zu reduzieren und den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen beizubringen.
Die finanzielle Belastung durch den Schulstart bleibt eine Herausforderung für viele Familien auf den Kanarischen Inseln. Die genannten Durchschnittswerte dienen als Orientierung, die tatsächlichen Kosten können je nach individueller Schulauswahl und familiärer Situation variieren. Ein bewusster Umgang mit den Ausgaben kann helfen, den finanziellen Druck zumindest teilweise zu mildern.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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