Betrugsnetzwerk auf den Kanaren und an der Costa Blanca: Britische Rentner als Opfer – Behörden (Guardia Civil)

Betrugsnetzwerk auf den Kanaren und an der Costa Blanca: Britische Rentner als Opfer

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

23 August, 2026

Die Festnahme von Pamela Gwinett auf Teneriffa, bekannt als „die schwarze Witwe“, markierte den Auftakt zur Aufdeckung eines komplexen kriminellen Netzwerks, das sich auf die Ausbeutung britischer Rentner in Spanien spezialisiert hat. Gwinett wurde beschuldigt, einer dementen älteren Dame in Großbritannien rund 300.000 Pfund zu entziehen. Nach ihrer Flucht hielt sie sich auf Teneriffa versteckt, wurde jedoch gefasst und an Großbritannien ausgeliefert, wo sie eine sechsjährige Haftstrafe verbüßt.

Die Ermittlungen der Guardia Civil haben inzwischen gezeigt, dass Gwinetts Vorgehen kein Einzelfall ist. In der Region Costa Blanca wurde kürzlich eine Bande zerschlagen, die eine 91-jährige britische Witwe über Monate hinweg mit psychologischer Manipulation und Überwachung durch versteckte Kameras gefangen hielt. Die Täter, darunter ein 67-jähriger Anwohner, der als Kopf der Gruppe gilt, sowie ein 64-jähriger Leiter eines Tageszentrums und eine 62-jährige Pflegerin, kontrollierten die Bewegungen und Kontakte des Opfers, indem sie Schlösser austauschten, den Pass entwendeten und alle Kommunikationsmöglichkeiten blockierten.

Die Gang hatte es gezielt auf das Vermögen der Rentnerin abgesehen. Während der sechsmonatigen Missbrauchsphase hoben sie über 17.000 Pfund von ihrem Konto ab und versuchten, sie nach Malaysia zu verfrachten, um Zugriff auf weitere Gelder zu erhalten. Zudem manipulierten sie Fotos, um eine vermeintliche emotionale Bindung vorzutäuschen.

Derartige Fälle häufen sich. In Elche wurde ein Pfleger entlarvt, der 40.000 Euro über fingierte Rechnungen abzweigte. In Rojales leerte ein Paar nach dem Tod eines britischen Rentners dessen Konto um 75.000 Euro. Die Betroffenen sind meist ältere Menschen, die aufgrund von sozialer Isolation, kognitiven Einschränkungen und der räumlichen Distanz zu ihren Familien in Großbritannien besonders anfällig für solche Betrugsmaschen sind.

Die Guardia Civil warnt ausdrücklich vor dieser neuen Form des Vermögensmissbrauchs und empfiehlt Angehörigen und Betroffenen, Bankdaten und PINs niemals zugänglich zu hinterlegen, bei Geldabhebungen auf unbefugte Beobachtung zu achten und die Kontrolle über Wohnungsschlüssel strikt zu behalten. Auffällige Verhaltensänderungen oder Isolation sollten umgehend den Behörden gemeldet werden.

Das Vorgehen der Täter zeigt eine zunehmende Professionalisierung der Betrugsnetzwerke, die speziell die britische Rentner-Community in Spanien ins Visier nehmen. Die Ermittlungen dauern an, weitere Festnahmen sind möglich. Für die Betroffenen und ihre Familien bleibt es entscheidend, wachsam zu sein und bei Verdacht auf kriminelle Machenschaften frühzeitig Unterstützung zu suchen.

Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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