Mercadona in Costa Adeje nach Umbau wieder geöffnet: 5,8 Millionen Euro investiert
Der spanische Supermarktbetreiber Mercadona hat seine Filiale im Einkaufszentrum San Eugenio in Costa Adeje auf Teneriffa nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wiedereröffnet. Insgesamt investierte das Unternehmen 5,8 Millionen Euro in den Umbau. Der Markt wurde auf das neue Ladenkonzept „Tienda 9“ umgestellt und bietet nun mehr Platz für Frischprodukte, eine veränderte Warenanordnung und einen Ruhebereich für Kunden.
Auch beim Energie- und Wasserverbrauch verspricht sich Mercadona deutliche Einsparungen.
Das Wichtigste in Kürze
- Standort: Centro Comercial San Eugenio, Avenida de los Pueblos, Costa Adeje
- Wiedereröffnung: Oktober 2026
- Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 9:00 bis 21:30 Uhr
- Investition: 5,8 Millionen Euro
- Beschäftigte: 49 Mitarbeiter
- Neues Konzept: „Tienda 9“ mit neu organisierter Verkaufsfläche und größerem Frischebereich
- Einsparungen laut Mercadona: Bis zu 10 Prozent Energie und 40 Prozent Wasser bei den optimierten Prozessen
- Kundenservice: Neuer Ruhebereich und weiterhin Online-Einkauf über Mercadona
Wo befindet sich der wiedereröffnete Mercadona?
Der modernisierte Supermarkt befindet sich im Einkaufszentrum San Eugenio an der Avenida de los Pueblos in Costa Adeje, im Süden Teneriffas.
Der Standort liegt in einem Gebiet mit zahlreichen Hotels, Ferienwohnungen und Wohnanlagen. Entsprechend richtet sich das Angebot sowohl an Einwohner als auch an Urlauber und Langzeitgäste.
Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten ist die Filiale wieder regulär geöffnet.
Die Öffnungszeiten sind:
Montag bis Samstag: 9:00 bis 21:30 Uhr.
Für Sonntage wurde keine reguläre Öffnung angegeben. An gesetzlichen Feiertagen können abweichende Zeiten gelten.
Kunden sollten bei geplanten Einkäufen an Feiertagen die aktuellen Angaben des Unternehmens prüfen.
Was hat sich durch den Umbau verändert?
Mit dem Umbau wurde die Filiale vom bisherigen Konzept „Tienda 8“ auf das neue Modell „Tienda 9“ umgestellt.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Organisation der Verkaufsfläche.
Während das bisherige Modell stärker nach einzelnen Geschäftsbereichen gegliedert war, orientiert sich das neue Konzept an den Arbeits- und Einkaufsabläufen.
Für Kunden soll dadurch eine übersichtlichere Anordnung der Produkte entstehen. Häufig benötigte Waren sollen sich leichter finden lassen, und der Einkauf soll insgesamt schneller ablaufen.
Mercadona hat außerdem den Platz für frische Lebensmittel erweitert.
Auch für die Beschäftigten soll die neue Anordnung Vorteile bringen: Kürzere Wege beim Auffüllen der Regale und eine bessere Abstimmung zwischen den Arbeitsbereichen sollen den täglichen Betrieb erleichtern.
Neue zentrale Zubereitungszone für Frischprodukte
Eine der wichtigsten Neuerungen ist der sogenannte „Obrador Central“, eine zentrale Arbeitszone für die Vorbereitung frischer Lebensmittel.
Dort werden Tätigkeiten zusammengeführt, die zuvor in verschiedenen Bereichen des Supermarkts stattfanden.
Dazu gehören insbesondere das Schneiden, Garen und Verpacken von Frischprodukten.
Die Zusammenlegung soll Arbeitsabläufe vereinfachen und den Einsatz von Geräten, Wasser und Energie effizienter gestalten.
Mercadona erwartet dadurch außerdem eine gleichmäßigere Organisation der Frischezubereitung.
Für Kunden soll sich die Umstellung vor allem durch ein erweitertes Angebot im Selbstbedienungsbereich und eine übersichtlichere Präsentation bemerkbar machen.
Bis zu 40 Prozent weniger Wasserverbrauch
Nach Angaben von Mercadona ermöglicht die neue Organisation der Frischezubereitung Einsparungen von bis zu 10 Prozent beim Energieverbrauch und bis zu 40 Prozent beim Wasserverbrauch.
Diese Werte beziehen sich auf die effizientere Ressourcennutzung im Zusammenhang mit den zentralisierten Arbeitsprozessen.
Sie sollten nicht mit einer unabhängig nachgewiesenen Reduzierung des gesamten Strom- und Wasserverbrauchs der Filiale gleichgesetzt werden.
Mercadona hat in der Mitteilung keine absoluten Verbrauchswerte in Kilowattstunden oder Kubikmetern veröffentlicht.
Dennoch sind die angegebenen Einsparpotenziale für den Betrieb eines Supermarkts relevant, da insbesondere Kühlung und Frischezubereitung kontinuierlich Energie und Wasser benötigen.
Neue Kühltechnik soll Energie sparen
Auch die Kühlanlagen wurden modernisiert.
Die offenen Kühlregale verfügen jetzt über sogenannte Aerofoil-Systeme. Diese sollen verhindern, dass kalte Luft unkontrolliert aus den Kühlbereichen in die Gänge entweicht.
Dadurch müssen die Anlagen weniger Energie aufwenden, um die erforderlichen Temperaturen aufrechtzuerhalten.
Gleichzeitig soll sich das Raumklima für Kunden verbessern, weil weniger kalte Luft in die Verkaufsbereiche gelangt.
Darüber hinaus setzt Mercadona in der Filiale CO₂ als Kältemittel ein.
CO₂ hat im Vergleich zu vielen herkömmlichen fluorierten Kältemitteln ein deutlich geringeres Treibhauspotenzial. Die tatsächliche Umweltbilanz einer Kühlanlage hängt allerdings auch von ihrer technischen Ausführung und ihrem Stromverbrauch ab.
Zusätzlich wurden Maschinenräume und technische Geräte modernisiert, um Wartung und Betrieb langfristig effizienter zu gestalten.
Welche Verbesserungen gibt es für Kunden?
Neben der veränderten Warenanordnung und den größeren Frischebereichen verfügt der Supermarkt nun über einen Ruhebereich für Kunden.
Mercadona will damit den Aufenthalt im Geschäft angenehmer gestalten.
Auch hinter den Kulissen wurde die technische Ausstattung erneuert. Elektronische Geräte und digitale Werkzeuge sollen den Beschäftigten helfen, Arbeitsabläufe zu koordinieren und Entscheidungen schneller zu treffen.
Die neue Organisation soll unter anderem das Auffüllen der Regale und die Verfügbarkeit von Produkten verbessern.
Ob sich dadurch die Wartezeiten an den Kassen verkürzen, geht aus der Unternehmensmitteilung allerdings nicht hervor.
Ist auch Online-Einkauf möglich?
Mercadona bietet weiterhin seinen Online-Einkaufsservice über die Unternehmenswebsite an.
Unter www.mercadona.es können Kunden anhand ihrer Lieferadresse prüfen, ob eine Online-Bestellung und Lieferung möglich ist.
Die Verfügbarkeit hängt vom jeweiligen Zustellgebiet ab.
Aus der Mitteilung zur Wiedereröffnung geht nicht hervor, ob mit dem Umbau neue Liefergebiete oder zusätzliche Lieferzeiten eingeführt wurden.
Auch eine neue Abholstation oder ein spezieller Lieferservice der Filiale wurde nicht angekündigt.
49 Beschäftigte und 33 beteiligte Auftragnehmer
Der modernisierte Supermarkt beschäftigt nach Angaben des Unternehmens 49 Mitarbeiter.
An den Renovierungsarbeiten waren insgesamt 33 Bau- und Dienstleistungsunternehmen beteiligt.
Mercadona beziffert die Investition in die Filiale auf 5,8 Millionen Euro.
Die Modernisierung in Adeje ist Teil eines umfassenderen Investitionsprogramms.
Zwischen 2026 und 2033 will Mercadona insgesamt rund 3,7 Milliarden Euro in die Weiterentwicklung seiner Supermärkte auf das Modell „Tienda 9“ investieren.
Unsere Einordnung: Mehr Komfort und geringerer Ressourcenverbrauch
Für Einwohner und Urlauber in Costa Adeje ist die Wiedereröffnung vor allem deshalb interessant, weil ein bestehender Supermarkt modernisiert wurde, ohne dass Kunden dauerhaft auf den Standort verzichten müssen.
Die erweiterten Frischebereiche und die übersichtlichere Warenanordnung könnten den täglichen Einkauf erleichtern.
Besonders relevant sind die angekündigten Einsparungen beim Wasserverbrauch. Auf Teneriffa ist ein effizienter Umgang mit Wasser angesichts der begrenzten natürlichen Ressourcen von besonderer Bedeutung.
Allerdings handelt es sich bei den genannten Einsparungen um Angaben des Unternehmens. Ob die modernisierte Filiale diese Werte im laufenden Betrieb erreicht, lässt sich ohne veröffentlichte Verbrauchsdaten nicht überprüfen.
Für Kunden bleibt neben der Gestaltung des Marktes vor allem entscheidend, ob Sortiment, Preise, Warenverfügbarkeit und Wartezeiten den täglichen Einkauf tatsächlich verbessern.
Quellen:

