Ablehnung von erneuerbaren Energien auf landwirtschaftlichen Flächen in Inseln (Fallback Fuerteventura)

Ablehnung von erneuerbaren Energien auf landwirtschaftlichen Flächen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

5 April, 2026

Die Asamblea Majorera – Coalición Canaria Fuerteventura hat erneut ihren Widerstand gegen die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für erneuerbare Energieinfrastrukturen bekräftigt. Die Organisation kritisiert die Vorgehensweise der kanarischen Regierung, insbesondere der zuständigen Behörde für ökologische Transition. Ihrer Meinung nach wird nicht ausreichend nach Alternativen gesucht, um landwirtschaftliche Flächen zu schützen. Stattdessen seien neue Möglichkeiten zur Besetzung dieser Flächen in Aussicht gestellt worden, was den primären Sektor gefährde.

In einer Zeit, in der der Klimawandel und die Notwendigkeit, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, zentrale Themen der politischen Agenda sind, ist die Diskussion um die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für erneuerbare Energien besonders brisant. Auf den Kanaren, wo die Landwirtschaft traditionell eine wichtige Rolle spielt, stehen viele Landwirte vor der Herausforderung, ihre Betriebe wirtschaftlich tragfähig zu halten. Die Sorge um die Zerstörung landwirtschaftlicher Flächen trifft viele, die in der Region leben und arbeiten. Die Bedeutung der Landwirtschaft für die lokale Wirtschaft und die Nahrungsmittelproduktion ist nicht zu unterschätzen, insbesondere in Zeiten globaler Lieferengpässe und steigender Lebensmittelpreise.

Die politische Gruppierung erinnert daran, dass die Behörde kürzlich die Gründung einer Arbeitsgruppe angekündigt hat, die einen Regelungsentwurf entwickeln soll, um die landwirtschaftliche Nutzung mit der Installation von Photovoltaikanlagen in Einklang zu bringen. Dies wird als besorgniserregend erachtet, da der Minister weiterhin rustikale Flächen für nicht agrarische Zwecke reservieren möchte. Die Sorgen der Asamblea Majorera sind nicht unbegründet; eine solche Entwicklung könnte weitreichende Folgen für die lokale Landwirtschaft haben.

Die Asamblea Majorera warnt, dass solche Initiativen einen territorialen Wandel herbeiführen könnten, der den Schutz landwirtschaftlicher Flächen und die Zukunft des primären Sektors auf der Insel gefährdet. Die Einbeziehung landwirtschaftlicher Flächen in die Zonen zur Beschleunigung erneuerbarer Energien (ZAR) könnte zu einem massiven Verlust an Anbauflächen führen, was nicht nur die Landwirte, sondern auch die Verbraucher auf den Kanaren direkt betrifft. Die Verfügbarkeit lokaler Produkte könnte abnehmen, was die Abhängigkeit von importierten Lebensmitteln verstärken würde.

Die Organisation fordert daher eine klare Strategie zur Umsetzung erneuerbarer Energien, die zunächst auf bereits versiegelten Flächen wie Industriegebieten basieren sollte. Dies könnte nicht nur den Druck auf landwirtschaftliche Flächen verringern, sondern auch die Akzeptanz erneuerbarer Energien in der Bevölkerung erhöhen. Das Cabildo von Fuerteventura arbeitet bereits an einem insularen Energieplan, was die Insel zur ersten in den Kanaren macht, die eine solche Planung vorantreibt.

Die Asamblea Majorera betont, dass die Entwicklung erneuerbarer Energien nicht auf Kosten der landwirtschaftlichen Flächen geschehen darf. Der Fokus sollte auf der Selbstversorgung der Landwirte liegen, anstatt ihre Betriebe in Energieproduktionsstätten für den Markt umzuwandeln. Für die deutschsprachigen Leser auf den Kanaren ist es wichtig, sich in diesen Diskussionen einzubringen, da die Entscheidungen der Regierung direkte Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Lebensmitteln und die lokale Wirtschaft haben könnten. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen ökologischen Zielen und dem Schutz der Landwirtschaft ist entscheidend für die Zukunft der Region.

Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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