Die Passagiere des MV Hondius, die von einem Hantavirus-Ausbruch betroffen sind, befinden sich derzeit im Hospital Gómez Ulla in Madrid. Von den 14 getesteten Personen hat bislang nur eine den ersten PCR-Test bestanden und wurde in die hochspezialisierte Isolier- und Behandlungseinheit (Uatan) verlegt. Die restlichen Passagiere müssen sich für insgesamt 42 Tage in Isolation und Überwachung begeben, eine Maßnahme, die bis zum 17. Juni andauern wird, wie der Staatssekretär für Gesundheit, Javier Padilla, bestätigte.
Die Quarantäne von 42 Tagen orientiert sich an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die auf Erfahrungen aus früheren Hantavirus-Ausbrüchen basiert. Laut WHO ist die Ansteckungsgefahr in der frühen Phase der Erkrankung am höchsten, weshalb eine aktive Überwachung in einem Quarantänezentrum oder zu Hause für die gesamte Dauer empfohlen wird. Personen mit Symptomen sollen sofort isoliert und behandelt werden.
Die wissenschaftliche Grundlage für die Quarantänedauer wird durch eine Studie aus dem Jahr 2006 gestützt, die einen maximalen Inkubationszeitraum von 39 Tagen für das Hantavirus feststellte, wobei die Medianzeit bei 18 Tagen lag. Experten betonen, dass der Inkubationszeitraum ab dem Zeitpunkt des Risikokontakts gezählt wird, sei es durch Kontakt mit Nagetieren oder durch enge Kontakte zu infizierten Personen.
Bislang wurden insgesamt elf Fälle des Hantavirus gemeldet, darunter drei tödliche. Die meisten bestätigten Fälle betreffen Passagiere oder die Besatzung des Schiffs. Die WHO sieht derzeit keine Hinweise auf einen größeren Ausbruch, warnt jedoch, dass in den kommenden Wochen weitere Fälle auftreten könnten, da der Inkubationszeitraum lang ist.
Quelle: diariodeavisos.elespanol.com
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