Die Kanarischen Inseln gehören seit Jahren zu den beliebtesten Urlaubszielen Europas. Das milde Klima, die beeindruckenden Vulkanlandschaften und die große Vielfalt der Inseln machen den Archipel vor der Küste Afrikas zu einem ganz besonderen Reiseziel. Vor allem die Strände ziehen jedes Jahr Millionen Besucher an. Von kilometerlangen Sandstränden über versteckte Buchten bis hin zu schwarzen Vulkanstränden bieten die Kanaren für nahezu jeden Geschmack die passende Kulisse.
Jede Insel besitzt ihren eigenen Charakter. Während Fuerteventura für endlose Sandstrände und Wassersport bekannt ist, begeistert Teneriffa mit einer Mischung aus Familienstränden, Naturbuchten und lebhaften Urlaubsorten. Lanzarote fasziniert mit Vulkanlandschaften und geschützten Badebuchten, Gran Canaria mit Dünen und vielseitigen Küstenabschnitten. Auch die kleineren Inseln wie La Palma, La Gomera oder El Hierro bieten beeindruckende Naturstrände fernab des Massentourismus.
Wer die schönsten Strände der Kanaren entdecken möchte, findet hier einen ausführlichen Überblick über die bekanntesten und beliebtesten Küstenabschnitte der Inselgruppe.
Teneriffa – Die vielseitige Insel für Strandurlaub und Natur
Teneriffa ist die größte Kanareninsel und bietet eine enorme Vielfalt an Stränden. Die Insel verbindet moderne Urlaubsorte mit ursprünglichen Naturküsten und schwarzen Vulkanstränden. Besonders im Süden Teneriffas befinden sich viele bekannte Badeorte mit guter touristischer Infrastruktur.
Playa de Las Teresitas
Zu den bekanntesten Stränden der Insel gehört die Playa de Las Teresitas nahe Santa Cruz de Tenerife. Der goldgelbe Sand wurde aus der Sahara importiert und verleiht dem Strand ein karibisches Ambiente. Eine vorgelagerte Mole schützt die Badebucht vor starken Wellen, wodurch sich der Strand besonders gut für Familien eignet.
Palmen, ruhiges Wasser und zahlreiche Restaurants entlang der Promenade machen Las Teresitas zu einem beliebten Ausflugsziel für Einheimische und Touristen gleichermaßen.
Playa del Duque und Costa Adeje
Im Süden der Insel zählt die Region Costa Adeje zu den bekanntesten Urlaubsgebieten Teneriffas. Hier befinden sich gepflegte Strände wie die Playa del Duque, die mit feinem Sand, exklusiven Hotels und einer modernen Promenade überzeugt.
Die Strände in Costa Adeje bieten ideale Bedingungen für Sonnenurlauber. Gleichzeitig finden Besucher zahlreiche Wassersportangebote wie Jetski, Parasailing oder Bootsausflüge zur Wal- und Delfinbeobachtung.
Naturstrände im Norden
Der Norden Teneriffas wirkt deutlich ursprünglicher. Hier dominieren grüne Landschaften, steile Küsten und schwarze Lavastrände. Besonders beliebt sind die Playa El Bollullo und die wilde Küste von Benijo im Anaga-Gebirge.
Diese Naturstrände eignen sich vor allem für Reisende, die Ruhe und spektakuläre Landschaften suchen. Aufgrund der stärkeren Atlantikströmungen ist beim Baden jedoch Vorsicht geboten.
Gran Canaria – Familienfreundliche Strände und spektakuläre Dünen
Gran Canaria wird oft als Kontinent im Miniaturformat bezeichnet. Die Insel bietet sowohl touristische Zentren als auch abgelegene Naturregionen. Besonders der Süden der Insel ist für seine langen Sandstrände bekannt.
Playa de Maspalomas
Die Dünen von Maspalomas zählen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Kanaren. Direkt dahinter erstreckt sich die Playa de Maspalomas, ein mehrere Kilometer langer Sandstrand mit einzigartiger Kulisse.
Die Dünenlandschaft erinnert an eine Wüste und bietet beeindruckende Fotomotive. Gleichzeitig finden Besucher entlang der Küste zahlreiche Hotels, Restaurants und Freizeitangebote.
Der Strand eignet sich sowohl für Familien als auch für Wassersportler und Sonnenurlauber. Aufgrund seiner Größe verteilt sich der Besucherandrang meist gut.
Playa de Amadores
Die Playa de Amadores gehört zu den beliebtesten Familienstränden Gran Canarias. Die künstlich angelegte Badebucht besitzt ruhiges, türkisfarbenes Wasser und feinen hellen Sand.
Dank der geschützten Lage herrschen hier ideale Bedingungen zum Schwimmen und Entspannen. Restaurants und Cafés entlang der Promenade sorgen zusätzlich für Komfort.
Las Canteras in Las Palmas
Auch die Hauptstadt Las Palmas bietet mit der Playa de Las Canteras einen der schönsten Stadtstrände Europas. Die kilometerlange Promenade verbindet Strandurlaub mit urbanem Leben.
Besonders beliebt ist Las Canteras bei Surfern, Spaziergängern und Einheimischen. Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich direkt an der Küste.
Fuerteventura – Endlose Traumstrände und Wassersportparadies
Fuerteventura gilt für viele Besucher als die Insel mit den schönsten Stränden der Kanaren. Die Küstenlandschaft ist geprägt von langen Sandstränden, türkisfarbenem Wasser und einer oftmals beeindruckenden Weite.
Die Insel besitzt zahlreiche nahezu unberührte Strände, die besonders bei Naturliebhabern beliebt sind.
Cofete – Der wilde Naturstrand
Die Playa de Cofete im Süden der Insel gehört zu den spektakulärsten Stränden Europas. Die abgelegene Lage und die imposanten Berge im Hintergrund verleihen dem Strand eine besondere Atmosphäre.
Der Strand erstreckt sich über mehrere Kilometer und wirkt selbst in der Hauptsaison oft menschenleer. Wegen der starken Strömungen eignet sich Cofete allerdings nur eingeschränkt zum Baden.
Viele Besucher kommen vor allem wegen der beeindruckenden Naturkulisse und der einzigartigen Ruhe.
Corralejo und die Dünenstrände
Im Norden Fuerteventuras befinden sich die berühmten Dünen von Corralejo. Die dortigen Strände zählen zu den schönsten der gesamten Inselgruppe.
Weißer Sand, türkisfarbenes Wasser und eine weite Dünenlandschaft prägen das Bild. Besonders beliebt sind die Grandes Playas, die ideale Bedingungen zum Sonnenbaden und Windsurfen bieten.
Wassersport auf Fuerteventura
Fuerteventura ist international bekannt als Hotspot für Kitesurfer und Windsurfer. Die konstanten Winde und die offenen Atlantikküsten schaffen perfekte Bedingungen für Wassersport.
Viele Orte auf der Insel bieten Surfschulen und Verleihstationen für Anfänger und Fortgeschrittene.
Lanzarote – Vulkanlandschaften und versteckte Badebuchten
Lanzarote hebt sich durch seine einzigartige Vulkanlandschaft deutlich von den anderen Kanareninseln ab. Schwarze Lavafelder, weiße Häuser und türkisfarbenes Meer schaffen starke Kontraste.
Playa de Papagayo
Die Playas de Papagayo im Süden Lanzarotes gehören zu den bekanntesten Stränden der Insel. Mehrere kleine Buchten liegen geschützt in einem Naturgebiet und bieten ruhiges Wasser.
Der goldene Sand und die felsige Umgebung machen Papagayo zu einem beliebten Ziel für Badeurlauber und Schnorchler.
Da die Buchten in einem Naturschutzgebiet liegen, wirkt die Umgebung deutlich ruhiger und ursprünglicher als viele touristische Strandabschnitte.
Famara – Paradies für Surfer
An der Nordwestküste liegt der weitläufige Strand von Famara. Hohe Klippen und kräftige Atlantikwellen prägen die Landschaft.
Famara gilt als einer der bekanntesten Surfspots der Kanaren. Die entspannte Atmosphäre und die beeindruckende Naturkulisse ziehen viele Individualreisende an.
La Palma – Schwarze Vulkanstrände und grüne Natur
La Palma wird oft als die grünste Insel der Kanaren bezeichnet. Die Küstenlandschaft unterscheidet sich deutlich von den langen Sandstränden der östlichen Inseln.
Typisch für La Palma sind schwarze Lavastrände, die durch vulkanische Aktivität entstanden sind.
Playa de Nogales
Die Playa de Nogales gilt als einer der schönsten Naturstrände der Insel. Hohe Felswände und schwarzer Vulkansand schaffen eine beeindruckende Kulisse.
Der Strand ist über einen Fußweg erreichbar und besonders bei Naturfreunden beliebt. Aufgrund der Atlantikströmungen sollten Besucher die Warnhinweise beachten.
La Gomera und El Hierro – Ruhe fernab des Massentourismus
Die kleineren Kanareninseln bieten weniger klassische Ferienstrände, dafür jedoch viel Ruhe und Natur.
La Gomera überzeugt mit kleinen Badebuchten und charmanten Küstenorten. El Hierro ist vor allem bei Tauchern beliebt, da die Unterwasserwelt rund um die Insel als besonders artenreich gilt.
Wer Ruhe, Natur und authentische Inselatmosphäre sucht, findet auf diesen Inseln ideale Bedingungen.
Tipps für den Strandurlaub auf den Kanaren
Die Kanaren bieten ganzjährig angenehme Temperaturen. Dennoch unterscheiden sich die Wetterbedingungen je nach Insel und Jahreszeit.
- Der Süden vieler Inseln ist meist sonniger und trockener als der Norden.
- Im Atlantik können starke Strömungen auftreten – Warnflaggen sollten immer beachtet werden.
- Für Naturstrände empfiehlt sich festes Schuhwerk, da Wege teilweise steinig sind.
- Wer Ruhe sucht, sollte abgelegenere Buchten oder die kleineren Inseln wählen.
- Fuerteventura und Lanzarote eignen sich besonders gut für Wassersport.
Fazit
Die Kanarischen Inseln bieten einige der schönsten Strände Europas. Jede Insel besitzt ihren eigenen Charakter und überzeugt mit unterschiedlichen Landschaften und Badeerlebnissen.
Ob goldene Sandstrände, schwarze Vulkanbuchten, familienfreundliche Badeorte oder wilde Naturküsten – auf den Kanaren findet nahezu jeder Besucher den passenden Strand.
Gerade die Vielfalt macht die Inselgruppe so besonders. Wer mehrere Inseln besucht, erlebt völlig unterschiedliche Küstenlandschaften und entdeckt immer neue Lieblingsorte am Atlantik.