Kanarische Regierung fordert schnelle Klärung zur kostenlosen Beförderung auf Gran Canaria (Bus)

Kanarische Regierung fordert schnelle Klärung zur kostenlosen Beförderung

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

24 Mai, 2026

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat den spanischen Staat aufgefordert, bis zum 31. Mai eine dringende Lösung zu finden, um die kostenlose Nutzung des öffentlichen Verkehrs zu gewährleisten. Diese Forderung kommt, da ein Versäumnis in der Genehmigung die Finanzierung von rund 120 Millionen Euro gefährden könnte, die für die 100-prozentige Subventionierung des öffentlichen Nahverkehrs in den Inseln vorgesehen sind.

Die zuständige Ministerin für öffentliche Arbeiten, Wohnungsbau und Mobilität, María Fernández, hat in einem Schreiben an das Ministerium für Transport und nachhaltige Mobilität ihre Besorgnis über die Verzögerung der endgültigen Genehmigung geäußert. Diese Genehmigung ist notwendig, um den administrativen Prozess korrekt abzuschließen und die rechtliche Sicherheit für eine Maßnahme zu gewährleisten, die einen bedeutenden sozialen Fortschritt für die Bürger der Kanarischen Inseln darstellt.

Fernández betonte, dass die kostenlose Nutzung des öffentlichen Verkehrs einen enormen sozialen Einfluss auf die Bevölkerung hat. Sie warnte davor, dass administrative Schwierigkeiten die finanzielle Stabilität dieser Maßnahme und die Handlungsfähigkeit der Inselverwaltungen gefährden könnten. „Die Kanarischen Inseln haben immer auf institutionelle Zusammenarbeit gesetzt, benötigen jedoch rechtliche und administrative Klarheit, um die Fristen ordnungsgemäß einhalten zu können“, erklärte sie.

Die neue staatliche Regelung, die zusätzliche Anforderungen enthält, die in der vorherigen Genehmigung vom 22. Dezember 2025 nicht vorgesehen waren, sorgt für zusätzliche Unsicherheit. Diese Unsicherheiten entstehen, nachdem die Inselverwaltungen bereits mit der Dokumentation zur Beantragung der Subventionen begonnen haben. Die Besonderheit des kanarischen Modells, das dezentralisiert auf sieben Inselverwaltungen basiert, erfordert eine koordinierte Sammlung und Validierung von Dokumenten aus unterschiedlichen Verwaltungen und Verkehrsunternehmen. Dies erhöht die administrative Last im Vergleich zu anderen Regionen Spaniens erheblich.

Die Direktorin für Transport und Mobilität wies darauf hin, dass die Unsicherheit die Fristen für die Beantragung der Hilfen gefährdet, die bis zum 30. September 2026 laufen. Daher ist die schnelle Genehmigung der Regelung entscheidend, um Risiken für die staatliche Finanzierung der Maßnahme zu vermeiden. „Der Erfolg dieser Maßnahme steht außer Frage. Tausende von Kanariern nutzen täglich den öffentlichen Nahverkehr dank dieser Subventionierung“, fügte Fernández hinzu.

Momentan tragen die Inselverwaltungen die finanziellen Kosten, um die kostenlose Nutzung des öffentlichen Verkehrs aufrechtzuerhalten, indem sie eigene Mittel vorstrecken, während die staatliche Genehmigung noch aussteht. Viele dieser Kosten übersteigen die ursprünglich vorgesehenen Finanzmittel. Bis dato gibt es noch keine freigegebenen Mittel vom Staat, um die Zahlungen von 42 Millionen Euro für 2025 oder die Mittel für 2026 zu decken.

Zusammenfassend hat die Regierung der Kanarischen Inseln erneut ihren Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Ministerium betont und fordert eine zügige Klärung des Verfahrens, um die Stabilität des öffentlichen Verkehrssystems zu gewährleisten und die Fortführung einer Maßnahme, die breite Unterstützung in der Bevölkerung erfährt, zu sichern.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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