La Palma weitet die staatlichen Ausgleichszahlungen für Bananenbauern aus, die durch den Vulkanausbruch 2021 Verluste erlitten haben. Das Cabildo der Insel hat beschlossen, die bisher auf fünf stark betroffene Gemeinden begrenzte finanzielle Unterstützung auf nahezu alle Gemeinden der Insel auszuweiten. Diese Entscheidung betrifft alle Bananenproduzenten, die bisher von der Kompensation ausgeschlossen waren – mit Ausnahme der bereits begünstigten Gemeinden El Paso, Los Llanos de Aridane, Tazacorte, Tijarafe und Fuencaliente.
Ursprünglich war die Hilfe für die Ernteausfälle und Einkommensverluste aufgrund des Vulkanausbruchs von September 2021 nur für Landwirte in den fünf direkt betroffenen Gemeinden vorgesehen. Insgesamt wurden 6,5 Millionen Euro von der kanarischen Landesregierung über die Landwirtschaftsbehörde bereitgestellt und durch das Cabildo verwaltet. Diese Summe sollte die bereits von der Landwirtschaftsbehörde gezahlten Hilfen ergänzen, die sich auf Flächen unter Lava oder Neuanpflanzungen beschränkten.
Die landwirtschaftlichen Organisationen Palca-Unión de Uniones und die Genossenschaft Agusa, beide auf La Palma aktiv, hatten gegen die ursprüngliche Regelung Einspruch eingelegt. Sie kritisierten die Begrenzung der Zahlungen auf nur fünf Gemeinden als ungerecht gegenüber den Bananenbauern in den übrigen neun Gemeinden der Insel. Die beiden Organisationen setzten sich intensiv für eine Erweiterung der Kompensationszahlungen ein und reichten formelle Beschwerden gegen das Cabildo ein.
Nach monatelangen Verhandlungen und internen Gesprächen hat das Cabildo nun die Forderungen der Organisationen akzeptiert. Die Ausweitung der Hilfen bedeutet, dass auch Bananenbauern in Gemeinden wie Garafía, Puntagorda, Breña Alta, Breña Baja, Santa Cruz de La Palma, Los Sauces, Barlovento, San Andrés y Sauces und Villa de Mazo nun Anspruch auf die ergänzende Zahlung haben, sofern sie die Bedingungen erfüllen. Die Auszahlung erfolgt auf Grundlage der bisherigen Kriterien, die neben direkten Schäden auch indirekte Auswirkungen wie Zugangsprobleme zu den Plantagen oder fehlende Bewässerung berücksichtigen.
Die Entscheidung wurde vom Cabildo-Präsidenten Sergio Rodríguez in der jüngsten Plenarsitzung bestätigt. Er betonte, dass die Erweiterung der Hilfen ein Schritt sei, um die soziale und wirtschaftliche Lage der landwirtschaftlichen Betriebe auf der gesamten Insel zu stabilisieren. Die zusätzlichen Mittel stammen weiterhin aus dem Haushalt der kanarischen Regierung, konkret aus dem Ressort für Präsidentschaft, öffentliche Verwaltung, Justiz und Sicherheit.
Für die deutschsprachigen Bewohner und Urlauber auf La Palma bedeutet diese Entwicklung, dass die lokale Landwirtschaft, insbesondere der Bananenanbau, auf breiterer Basis unterstützt wird. Dies kann langfristig zur Sicherung der regionalen Wirtschaft beitragen, die stark vom Agrarsektor abhängt. Wer als Auswanderer oder Investor auf der Insel plant, sollte die verbesserten Bedingungen für landwirtschaftliche Betriebe im Hinterkopf behalten. Für Urlauber ist die Nachricht ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die Insel nach den schweren Vulkanereignissen weiterhin im Wiederaufbau befindet und die Landwirtschaft als wichtige Säule der lokalen Identität und Wirtschaft gestärkt wird.
Zusammenfassend zeigt die Ausweitung der Kompensationszahlungen, dass die Behörden auf La Palma die Folgen des Vulkanausbruchs nicht nur in den am stärksten betroffenen Gebieten abfedern wollen, sondern die gesamte Insel in den Blick nehmen. Dies unterstreicht die Bedeutung einer umfassenden Unterstützung für die landwirtschaftlichen Betriebe, die nach wie vor mit den Konsequenzen der Naturkatastrophe kämpfen.
Quelle: eldiario.es
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