Am 5. Juni, dem Weltumwelttag, hat die politische Bewegung Iniciativa por La Gomera (IxLG) die Inselverwaltung zu mehr Engagement bei der ökologischen Wiederherstellung von La Gomera aufgefordert. Der Sprecher von IxLG, Guzmán Correa Marichal, kritisierte die anhaltende Untätigkeit bei der Sanierung von ökologisch geschädigten Flächen, die bereits vor mehr als 15 Jahren im Inselentwicklungsplan identifiziert wurden. Trotz des langen Zeitraums seien viele der vorgesehenen Maßnahmen nicht umgesetzt worden, wodurch Umweltverschmutzung und weitere Schäden an wichtigen Gebieten fortbestehen.
Der Inselentwicklungsplan von La Gomera hatte zahlreiche Areale benannt, die aufgrund von Müllablagerungen, Bodenerosion und anderen Umwelteinflüssen stark beeinträchtigt sind und dringend einer Renaturierung bedürfen. Correa betonte, dass der Schutz der natürlichen Ressourcen nicht nur die Erhaltung intakter Gebiete umfassen dürfe, sondern auch die aktive Wiederherstellung bereits geschädigter Landschaften. Dies sei zentral für eine nachhaltige Entwicklung und den Erhalt des natürlichen Erbes für künftige Generationen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Kritik betrifft die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten, insbesondere der sogenannten „Rabo de Gato“ (Cenchrus setaceus). Diese exotische Grasart bedroht die einheimische Flora und die ökologischen Gleichgewichte der Insel. Correa wies darauf hin, dass die Bekämpfung dieser invasiven Spezies in den letzten Jahren kaum noch betrieben werde. Früher hatten engagierte Freiwillige mit großem Einsatz versucht, die Ausbreitung einzudämmen. Aktuell fehlen jedoch sowohl Kontinuität als auch ausreichende finanzielle Mittel, um die Pflanze effektiv zu bekämpfen.
Die Iniciativa por La Gomera fordert deshalb eine deutliche Aufstockung der Ressourcen für Umweltschutzmaßnahmen und die Entwicklung einer langfristigen Strategie zur Renaturierung der bereits im Inselplan ausgewiesenen Gebiete. Nur so lasse sich der fortschreitenden Umweltzerstörung Einhalt gebieten und die Artenvielfalt auf La Gomera bewahren.
Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf La Gomera hat das Versäumnis der Behörden konkrete Folgen. Die fortschreitende Verschlechterung der Landschaft kann die Lebensqualität beeinträchtigen und den natürlichen Reiz der Insel als Reiseziel mindern. Zudem gefährden invasive Pflanzenarten die Stabilität der Ökosysteme, was langfristig auch wirtschaftliche Nachteile für die Insel bedeuten könnte.
Der Appell von Guzmán Correa Marichal zum Weltumwelttag richtet sich klar an die Inselregierung unter der Leitung von Präsident Casimiro Curbelo. Die Wiederherstellung der natürlichen Umwelt müsse endlich Priorität erhalten, um die ökologische Zukunft La Gomeras zu sichern. Die Bevölkerung und der Tourismus sind auf eine intakte Natur angewiesen, die auch für kommende Generationen erhalten bleiben muss. Die Zeit für Diagnosen sei vorbei, jetzt seien konkrete Maßnahmen gefragt, um die ökologischen Herausforderungen auf der Insel zu bewältigen.
Quelle: gomeratoday.com
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