Die Koloproktologie-Einheit des Dienstes für Allgemeinchirurgie und Verdauungsapparat im Universitätsklinikum Insular-Materno Infantil, einer Einrichtung unter der Leitung der Gesundheitsbehörde der Kanarischen Regierung, operiert jährlich etwa 400 Patienten mit Erkrankungen des Dickdarms, Rektums und Anus. Dabei wird eine spezialisierte Versorgung geboten, die individuell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten zugeschnitten ist.
Ein Schwerpunkt der Behandlung liegt auf minimalinvasiver Chirurgie. Mithilfe laparoskopischer, transanaler und robotischer Techniken werden komplexe kolorektale Erkrankungen behandelt. Diese Methoden verringern die Belastung durch den Eingriff und fördern die Genesung der Patienten. Die Einführung dieser Techniken ist Teil einer Strategie, die darauf abzielt, immer präzisere und individuell angepasste Therapien anzubieten.
Die Versorgung der kolorektalen Patienten erfolgt in einem multidisziplinären Modell, bei dem Chirurgen, Pflegefachkräfte und Spezialisten anderer Fachbereiche eng zusammenarbeiten, um Diagnostik und Behandlung optimal zu gestalten. Besonders wichtig ist dabei das Team der Stomatherapeutinnen und -therapeuten, das Patienten mit einer Stomaanlage vor und nach der Operation begleitet, informiert und berät. Diese Unterstützung erleichtert die Anpassung an die neue Lebenssituation, fördert die Selbstständigkeit der Betroffenen und verbessert deren Sicherheit sowie Lebensqualität.
Neben der klinischen Tätigkeit engagiert sich die Einheit auch intensiv in der Lehre und Forschung. Sie beteiligt sich an der Ausbildung von Assistenzärzten, der kontinuierlichen Fortbildung ihrer Fachkräfte sowie an wissenschaftlichen, bildungsbezogenen und forschungsbezogenen Aktivitäten im Bereich der kolorektalen Chirurgie. Durch diese Arbeit werden neue Erkenntnisse und technische Fortschritte in die klinische Praxis integriert.
Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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