Fuerteventura: Forderung nach Schließung des Militärübungsplatzes Pájara wegen Umwelt- und Sozialbelastung in Inseln (Fall…

Fuerteventura: Forderung nach Schließung des Militärübungsplatzes Pájara wegen Umwelt- und Sozialbelastung

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

11 Juni, 2026

Die kanarische Abgeordnete Cristina Valido hat im spanischen Kongress die endgültige Schließung des Militärübungsplatzes Campo de Maniobras y Tiro de Pájara auf Fuerteventura gefordert. Sie bezeichnete die Existenz der Anlage als eine „historische Ungerechtigkeit“ für die Insel, die deren territoriale, soziale und ökologische Entwicklung massiv einschränkt. Valido nutzte eine Debatte über die Abschaffung eines ähnlichen Militärgeländes in Navarra, die Bardenas, um auf die vergleichbaren Probleme auf Fuerteventura aufmerksam zu machen.

Der Übungsplatz erstreckt sich über mehr als 4.000 Hektar Land und wurde bereits während der Franco-Diktatur errichtet. Die Einrichtung führte damals zur Enteignung von Landflächen und zwang die lokale Bevölkerung zur Umsiedlung. Darüber hinaus schränkt sie bis heute den Zugang von Fischern und Viehzüchtern zu wichtigen Teilen des Gebiets ein. Die militärischen Aktivitäten umfassen Bodenmanöver, Übungen mit Militärfahrzeugen, Schießübungen und den Einsatz von Sprengstoffen, was laut Valido erhebliche negative Auswirkungen auf das Ökosystem und die Umwelt vor Ort hat.

Fuerteventura wurde von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt, was die Bedeutung der Umweltthematik zusätzlich unterstreicht. Die militärische Präsenz auf der Insel steht im starken Widerspruch zu diesem Schutzstatus und behindert die nachhaltige Entwicklung der Insel. Valido wies darauf hin, dass diese Situation die Rechte der Bewohner einschränkt und die Zukunftsaussichten der Insel beeinträchtigt.

Die Forderung nach der Schließung des Übungsplatzes ist kein neues Anliegen. Die Gesellschaft auf Fuerteventura lehnt das Militärgelände seit Jahrzehnten ab. Es liegen mehr als fünfzig institutionelle Beschlüsse vor, die eine Abschaffung der Anlage verlangen. Diese breite Ablehnung spiegelt die tiefe Unzufriedenheit der Bevölkerung und lokaler Institutionen wider.

Cristina Valido kündigte an, dass die Coalición Canaria demnächst eine offizielle Initiative im spanischen Parlament einbringen wird, um die Schließung des Campo de Maniobras y Tiro de Pájara zu erzwingen. Dabei sollen die Argumente, die bereits für die Abschaffung des Militärgeländes in den Bardenas angeführt werden, auch auf den Fall Fuerteventuras angewendet werden. Die Initiative zielt darauf ab, den Schutz der Umwelt zu stärken, die Entwicklung der Insel zu fördern und die Rechte der Einwohner wiederherzustellen.

Für Bewohner, Urlauber und Auswanderer auf den Kanaren bedeutet eine mögliche Schließung des Militärgeländes eine Verbesserung der Lebensqualität und eine Öffnung großer Landflächen für nachhaltige Nutzung. Die Einschränkungen für lokale Fischer und Viehzüchter könnten entfallen, und die Insel könnte ihre Entwicklung im Einklang mit dem Biosphärenreservat-Status besser vorantreiben. Gleichzeitig würde die touristische Attraktivität steigen, da Umweltschutz und friedliche Nutzung der Natur in den Vordergrund rücken.

Die Debatte um das Campo de Maniobras y Tiro de Pájara steht exemplarisch für die Spannungen zwischen militärischer Nutzung und Umweltschutz auf den Kanaren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Anliegen der Coalición Canaria im Parlament Gehör findet und welche Schritte zur Umsetzung einer Schließung folgen werden.

Quelle: lavozdefuerteventura.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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