Gesundheitsbehörde meldet erstmaligen Nachweis von Aedes albopictus auf La Gomera in Umwelt (Tigermuecke)

Gesundheitsbehörde meldet erstmaligen Nachweis von Aedes albopictus auf La Gomera

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

30. September 2026

Die Gesundheitsbehörde der Kanarischen Inseln hat erstmals Exemplare der invasiven Mückenart Aedes albopictus auf der Insel La Gomera entdeckt. Die Funde stammen aus einem Grundstück im Bereich der Mündung des Barranco im Gemeindegebiet von Valle Gran Rey. Die Entdeckung erfolgte nach einer Bürgerhinweis per E-Mail an den offiziellen Überwachungsdienst für Insekten auf den Kanaren. Bei der anschließenden Inspektion durch das Institut für Tropenkrankheiten und öffentliche Gesundheit der Universität La Laguna wurden sowohl Larven als auch adulte Mücken der Art Aedes albopictus identifiziert.

Im Anschluss an den Fund wurde das kanarische Entomologische Überwachungssystem aktiviert. Es wurden verschiedene Fallen aufgestellt und die Umgebung intensiv inspiziert. Zudem wurden die Anwohner und lokale Institutionen über die Präsenz der invasiven Mückenart informiert und aufgerufen, bei der Bekämpfung mitzuwirken. Die bisherigen Hinweise deuten auf eine versehentliche und punktuelle Einschleppung der Mücken über Materialien, die möglicherweise Eier enthalten, hin.

Das Gesundheitsministerium, das Institut für Tropenkrankheiten sowie die Gemeinde Valle Gran Rey und das Cabildo von La Gomera haben gemeinsam Maßnahmen beschlossen. Dazu zählen die Inspektion des Fundortes, die Beseitigung möglicher Brutstätten, das Aufstellen weiterer Fallen sowie Fumigations- und Reinigungsarbeiten durch die Gemeindeverwaltung.

Der Aedes albopictus, auch Tigermücke genannt, ist kleiner als heimische Mückenarten, schwarz mit weißen Streifen und bevorzugt urbane Umgebungen, wo sie sich in kleinen Wasseransammlungen vermehrt. Sie ist bekannt als Überträger verschiedener Viruserkrankungen in anderen Regionen, die auf den Kanaren jedoch nicht endemisch sind. Die Mücken stechen vor allem tagsüber, insbesondere in den frühen Morgen- und späten Abendstunden, und ihre Stiche verursachen starke Entzündungsreaktionen mit intensivem Juckreiz.

Die Gesundheitsbehörde bittet die Bevölkerung, verdächtige Mückenfänge oder ungewöhnliche Stichreaktionen per Foto an vectores.scs@gobiernodecanarias.org zu melden, unter Angabe des Fundortes und einer Kontakttelefonnummer. Die frühzeitige Erkennung von Larven und Eiern ist entscheidend, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Zur Vorbeugung wird empfohlen, alle Wasseransammlungen zu vermeiden, selbst kleinste wie Wasser in Blumentopfuntersetzern oder Flaschenverschlüssen. Weitere Maßnahmen umfassen das regelmäßige Wechseln von Wasser in Vasen, das Vermeiden von stehenden Wasserflächen in Gärten und auf Terrassen, das Abdecken von Wasserbehältern, das Sauberhalten von Abflüssen sowie die ordnungsgemäße Pflege von Schwimmbädern und Klimaanlagen.

Das kanarische Entomologische Überwachungssystem besteht seit 2013 und überwacht insbesondere Häfen und Flughäfen, um das Einschleppen invasiver Mückenarten frühzeitig zu erkennen. Seit seiner Einführung konnten Ausbrüche der Mückenarten Aedes aegypti und Aedes albopictus auf verschiedenen Inseln erfolgreich bekämpft und für beendet erklärt werden. Aktuell laufen noch Überwachungsmaßnahmen an mehreren Standorten, darunter der Flughafen Teneriffa Süd und die Gemeinde Tuineje auf Fuerteventura.

Die Gesundheitsbehörde betont, dass trotz des Nachweises der Tigermücke auf La Gomera bislang keine Übertragung von Krankheiten wie Dengue, Zika, Gelbfieber oder Chikungunya auf den Kanaren festgestellt wurde, da diese Krankheiten hier nicht endemisch sind.

Was bedeutet der Fund für die Bewohner von La Gomera?

Die Tigermücke ist im Gegensatz zu vielen anderen Mücken vorwiegend tagsüber aktiv, mit besonders hoher Aktivität morgens und am späteren Nachmittag. In Gebieten, in denen sie sich stark ausgebreitet hat, kann sie laut ECDC aufgrund ihrer zahlreichen Stiche sogar die Lebensqualität beeinträchtigen.

Wichtig ist, daß der Fund nicht bedeutet, dass auf la Gomera jetzt Dengue Fieber übertragen wird.

Vorsorgen kann jeder, mit einem Rundgang über Terasse oder Balkon. Wasserpfützen entfernen, Wasser aus Eimern entfernen, Regenwasserbehälter abdecken und darauf achten, dass sich nirgendwo Wasser sammeln kann.

Wie schützt man sich vor Stichen?

WHO und ECDC empfehlen bei Aedes-Mücken unter anderem Repellentien mit geeigneten Wirkstoffen wie DEET, Icaridin/Picaridin oder IR3535, möglichst körperbedeckende Kleidung sowie Fliegengitter an Fenstern und Türen. Da die Tigermücke tagsüber sticht, reicht der klassische Schutz nur während der Nacht nicht unbedingt aus.

Quelle: www3.gobiernodecanarias.org
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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