Kanarische Regierung entdeckt unzulässige Verbindungen an Adeje Pumpstation bei Renovierungsvorbereitungen in Umwelt (Abwa…

Kanarische Regierung entdeckt unzulässige Verbindungen an Adeje Pumpstation bei Renovierungsvorbereitungen

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

6. Oktober 2026

Bei einer Umweltinspektion am 10. Juli 2025 hat die kanarische Regierung an der Abwasserpumpstation Pueblo Canario in Adeje eine nicht genehmigte Verbindung zu einem Ablaufrohr zum Ozean festgestellt. Diese Verbindung verfügte über keine Gitter zur Filterung von Feststoffen. Zudem wurden weitere Rohrleitungen entdeckt, die Wasser unklarer Herkunft in das Pumpreservoir leiteten. Diese Befunde wurden im Rahmen der technischen Unterlagen des Insularen Wasserrats von Teneriffa für die Erneuerung der Entlastungsgenehmigung des Überlaufsystems dokumentiert. Der Rat gab an, den Bypass daraufhin abgedichtet und die weiteren nicht genehmigten Leitungen entfernt zu haben, wofür fotografische Belege vorliegen. Das Verfahren befindet sich nun in der Phase der öffentlichen Anhörung: Im Amtsblatt der Kanarischen Inseln vom 2. Oktober 2026 wurde eine 20-tägige Frist für Stellungnahmen zur beantragten Nutzung öffentlichen Küstenlands bekanntgegeben. Die Pumpstation Pueblo Canario liegt nahe dem Strand El Bobo und fördert Abwasser aus San Eugenio Bajo zur Klär- und Pumpstation Playa de las Américas, von wo es zur Kläranlage Adeje-Arona weitergeleitet wird. Die Station verfügt außerdem über ein Überlaufsystem, das bei Regenwetter eine Mischung aus Abwasser und Regenwasser ins Meer ableitet. Dieser Überlauf soll durch Gitter laufen, die Feststoffe filtern, was jedoch keine vollständige Behandlung darstellt. Die im Juli 2025 entdeckte nicht genehmigte Verbindung stellte sich als Bypass von einer Kammer vor der Station zum Ablaufrohr heraus. Im technischen Bericht wurde festgehalten, dass diese Leitung in den vorhandenen Unterlagen nicht erwähnt wird und auch keine Filterelemente dokumentiert sind. Der Insulare Wasserrat entschied, den Bypass zu verschließen, da dies die Funktion der Station nicht beeinträchtige. Während der Inspektion wurden zudem weitere Rohre gefunden, die unbekannte Abwässer in die Saugglocke leiten, was weitere Fragen zu deren Herkunft aufwarf. Der Rat stellte klar, dass diese Rohre nicht zu den EBAR-Anlagen gehören und ließ sie ebenfalls entfernen. Im Verlauf des Verfahrens wurden zudem Unstimmigkeiten bezüglich der Länge der Hauptleitung festgestellt. Im Juli 2026 wurde eine Klärung zu einer gemeldeten Länge von 163,40 Metern gegenüber 152,70 Metern in einem Profilschema eingeholt. Das technische Team erklärte, dass die Messungen auf veralteten Plänen aus einem Erweiterungsantrag von 2013 basierten. Die aktuelle Bewertung setzt die Rohrlänge auf 140,41 Meter fest und beinhaltet aktualisierte Zeichnungen sowie hydraulische Berechnungen, die bestätigen, dass diese Änderung die Funktionalität nicht beeinträchtigt. Darüber hinaus forderte die Verwaltung weitere Informationen zur Messung der Einleitungen ins Meer an. Die Dokumentation unterscheidet zwischen dem für die Behandlung gepumpten Wasser, das gemessen wird, und dem Wasser, das über den Überlauf austreten kann. Eine vorläufige Studie schlug die Installation einer Messkammer vor, um die Überlaufmengen zu quantifizieren. Auch gesundheitliche Risiken durch die Einleitungen wurden thematisiert. Simulationen zeigten, dass Schadstofffahnen nahegelegene Badebereiche, darunter die Strände El Bobo und Troya, erreichen könnten. Ein Überwachungsprogramm soll die zuständigen Behörden alarmieren, Badeverbote verhängen und während Überlaufereignissen Folgeproben ermöglichen. Die Risiken sind vor allem mit Regenperioden verbunden und nicht mit dem bei der Inspektion entdeckten Bypass. Die ursprüngliche Entlastungsgenehmigung für den Überlauf stammt aus dem Jahr 2003 und wurde 2014 um zehn Jahre verlängert. Der Rat beantragte im November 2023 eine weitere Verlängerung, die seither zusätzliche Anfragen, Antworten und Überprüfungen der technischen Unterlagen umfasst.

Quelle: tenerifeweekly.com
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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