Ab dem 8. September gilt auf La Gomera die Alarmstufe 1 wegen erhöhter Waldbrandgefahr. Das Cabildo der Insel reagiert damit auf die vom Gobierno de Canarias ausgerufene Warnsituation für die westlichen Kanareninseln und Gran Canaria. Die Maßnahmen betreffen vor allem Gebiete ab 600 Metern Höhe an Nordhängen sowie ab 400 Metern an den West-, Süd- und Osthängen der Insel.
Die Alarmstufe 1 bringt ein Verbot von offenem Feuer in der Natur mit sich. Dazu zählen Lagerfeuer, Grills und Holzöfen, auch in Erholungsgebieten ohne wirksame Sicherheitsvorkehrungen wie Funkenfänger. Ebenso untersagt sind das Verbrennen von Pflanzenresten und der Einsatz von funkenerzeugenden Maschinen. Feuerwerkskörper und pyrotechnische Veranstaltungen sind in besonders gefährdeten Zonen nicht erlaubt.
Diese Einschränkungen gelten vor dem Hintergrund eines intensiven Hitzewetters mit tropischen Merkmalen: Hohe Temperaturen, geringe Luftfeuchtigkeit und mäßige Winde, vor allem an den süd- und westseitigen Hängen, erhöhen die Entzündungsgefahr. Die Temperaturen werden in den mittleren Höhenlagen nördlich um 33 Grad erwartet, in den Gipfelregionen bis zu 35 Grad und auf der Südseite bis zu 37 Grad.
Das Cabildo ruft die Bevölkerung eindringlich dazu auf, keinerlei Brandstiftungen zu riskieren. Es wird empfohlen, keine Zigarettenstummel, Streichhölzer oder brennbaren Abfall in Waldgebieten zu entsorgen und auf Feuerwerkskörper zu verzichten. Auch das Campen außerhalb ausgewiesener Plätze ist untersagt, um die Gefahr zu minimieren.
Für den Schutz von Wohngebieten ist es wichtig, eine brandsichere Vegetationszone um Häuser und unbebaute Grundstücke zu erhalten. Die zuständigen Behörden betonen, dass alle Arbeiten in den gefährdeten Waldgebieten bis zum Ende der Alarmstufe zu unterlassen sind.
Im Falle von Rauchentwicklung oder Brandentdeckung steht die Notrufnummer 112 sowie das Insulare Koordinationszentrum für Notfälle (CECOPIN) unter 922 14 15 01 zur Verfügung.
Für die Brandschutzkampagne 2026 hat La Gomera ein verstärktes Einsatzteam mit über 200 Kräften und ein Budget von mehr als 2,5 Millionen Euro aufgestellt. Dieses Team arbeitet unter Leitung des CECOPIN zusammen und umfasst unter anderem Feuerwehrleute, Polizei, Freiwillige, das Rote Kreuz und Umwelteinheiten. Der Fokus liegt auf präventiven Maßnahmen in sensiblen Bereichen wie Barrancos, den Übergangszonen zwischen Wald und Siedlungen sowie den Gemeinden Vallehermoso, Hermigua, Valle Gran Rey und San Sebastián.
Zur Ausrüstung gehören rund 20 Löschfahrzeuge und zwei Luftfahrzeuge mit Basis auf La Gomera. Unterstützt wird das Team durch Drohnen und mobile Wasserbehälter, die den Einsatzkräften eine schnelle Reaktion ermöglichen. Außerdem werden Schulungen für Einsatzkräfte und Freiwillige intensiviert, um die Effektivität bei Brandeinsätzen zu erhöhen.
Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Waldbrandgefahr in den kommenden Wochen zu verringern und die Sicherheit der Bevölkerung sowie der natürlichen Umgebung auf La Gomera zu gewährleisten.
Quelle: gomeratoday.com
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