Santo Cristo de Telde wird zu Füßen der Gläubigen verehrt auf Gran Canaria (Telde Gc)

Santo Cristo de Telde wird zu Füßen der Gläubigen verehrt

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Von Thomas John - Redaktion Kanaren Nachrichten

13 September, 2026

In der Kirche San Juan Bautista in Telde auf Gran Canaria erlebten hunderte Gläubige die alljährliche Zeremonie der Herabnahme des Santo Cristo von seiner Nische. Die Figur gilt als das wichtigste religiöse Symbol der Stadt und eine der meistverehrten Darstellungen auf den Kanarischen Inseln. Dabei wurde der Santo Cristo auf Augenhöhe mit den Gläubigen in eine Urne gesetzt, um die Nähe zwischen der Statue und den Verehrern zu ermöglichen.

Die 25 Stufen, die normalerweise zwischen der Figur und den Gläubigen liegen, wurden für diesen Zeitraum überwunden. Viele Besucher kamen nicht nur aus Telde, sondern auch aus anderen Gemeinden der Insel, um den heiligen Christus in einer stillen Warteschlange zu bewundern. Wegen der begrenzten Kapazität im Inneren der Basilika verfolgten zahlreiche weitere Gläubige die Zeremonie auf einer großen Leinwand vor dem Kirchengebäude.

Während der Herabnahme begleiteten Applaus und Jubelrufe die Prozession von der Höhe des Tempels bis auf die Ebene der Gemeindemitglieder. Einige Anwesende waren so bewegt, dass sie Tränen vergossen. Die Zeremonie hat eine lange Tradition und wird seit mehr als fünf Jahrzehnten jährlich durchgeführt. Für viele wie das Ehepaar Luis und Rita del Carmen aus Gáldar ist die Veranstaltung ein Ausdruck unerschütterlichen Glaubens und eine Gelegenheit, persönliche Bitten, vor allem um Gesundheit, zu richten.

Die Veranstaltung zieht nicht nur ältere Gläubige an, sondern wird auch von einer jüngeren Generation aktiv mitgestaltet. So besuchten erstmals die jungen Katholiken Marta und Sergio aus dem Stadtteil Siete Palmas die Zeremonie und beschrieben das Erlebnis als emotional und bereichernd. Sie berichten von einem sichtbaren Wachstum jugendlicher Glaubensgruppen und einer verstärkten Nutzung sozialer Medien zur Darstellung religiöser Aktivitäten.

Der Sakristan Luis Miguel, der seit zwei Jahren für die Organisation des Gottesdienstes zuständig ist, beschreibt die Erfahrung, die Herabnahme des Santo Cristo bereits mehrmals miterlebt zu haben, als besondere spirituelle Bereicherung. Unter Leitung des Pfarrers Antonio Juan López wird darauf geachtet, dass der Besuch nicht nur aus Tradition, sondern aus aufrichtigem Glauben erfolgt.

Der Santo Cristo wird für die nächsten zehn Tage in der Nähe des Altars verbleiben und bietet so den Gläubigen die Möglichkeit, die Figur aus nächster Nähe zu verehren. Am 22. September findet die Gegenzeremonie, die sogenannte Subida, statt, bei der der Santo Cristo wieder in seine angestammte Höhe im Tempel gehoben wird. Im Rahmen der Feierlichkeiten finden weiterhin mehrere Eucharistiefeiern statt, einschließlich einer feierlichen Messe mit anschließender Prozession durch die Straßen Teldes, die vom Bischof José Mazuelos geleitet wird.

Quelle: laprovincia.es
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Hinweis: Diese Kurzmeldung wurde redaktionell aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen spanischen Quellen. Inhalte werden geprüft und verständlich zusammengefasst.

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