Im Parlament der Kanaren hat die Gesundheitsministerin Esther Monzón heute die geplante Erweiterung des Hospitals im Süden Teneriffas vorgestellt. Der Ausbau, der mit einem Budget von über 40 Millionen Euro veranschlagt ist, umfasst mehrere Phasen, von denen die erste bereits ausgeschrieben wurde. Diese erste Phase wird die Fläche des Krankenhauses um 25.600 Quadratmeter erweitern und neue medizinische Bereiche integrieren, darunter einen neuen Notdienst, eine Bildgebungsdiagnostik sowie zusätzliche Stationen für die Patientenversorgung.
Die gesundheitliche Versorgung auf Teneriffa hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Besonders für die deutschsprachige Community auf den Kanaren, die oft auf eine qualitativ hochwertige medizinische Betreuung angewiesen ist, ist diese Erweiterung von großer Relevanz. Viele Deutsche, die sich dauerhaft oder temporär auf den Inseln aufhalten, haben häufig spezifische Bedürfnisse und Erwartungen an die Gesundheitsversorgung. Die geplante Erweiterung des Krankenhauses wird nicht nur die Verfügbarkeit von medizinischen Dienstleistungen erhöhen, sondern auch die Qualität der Versorgung verbessern.
In den letzten zwei Jahren konnte das Krankenhaus seine chirurgische Aktivität um 70 Prozent steigern, was zu fast 4.500 durchgeführten Eingriffen im Jahr 2025 führte, verglichen mit 2.600 im Jahr 2023. Diese Steigerung wurde durch die Inbetriebnahme von vier neuen Operationssälen ermöglicht. Die Verfügbarkeit dieser Einrichtungen ist ein wesentlicher Fortschritt, der nicht nur den Patienten vor Ort zugutekommt, sondern auch den Druck auf das Gesundheitssystem in Santa Cruz de Tenerife verringert. Für die deutschsprachigen Leser bedeutet dies, dass sie im Falle einer medizinischen Notwendigkeit nicht mehr weit reisen müssen, um die benötigte Behandlung zu erhalten.
Zudem hat sich die Anzahl der ambulanten Konsultationen um 23 Prozent erhöht, mit über 150.000 behandelten Fällen seit Juli 2023. Diese Zunahme an Patienten zeigt, wie wichtig das Krankenhaus in der Region ist. Die Erweiterung des Dienstleistungsangebots wird auch die Notwendigkeit verringern, Patienten nach Santa Cruz de Tenerife zu verlegen. Der Onkologie-Tagdienst hat bereits über 300 Krebspatienten behandelt, die nun vor Ort Chemotherapie erhalten können. Dies ist ein bedeutender Fortschritt für die Patientenversorgung, da viele Betroffene oft eine intensive Betreuung benötigen und längere Anfahrtswege vermeiden möchten.
Die neu eingerichtete Palliativstation hat bereits 187 Patienten versorgt, während die Frühförderungseinheit mehr als 100 Kinder mit Entwicklungsproblemen betreut. Diese Einrichtungen sind nicht nur für die betroffenen Familien von zentraler Bedeutung, sondern auch ein Zeichen dafür, dass das Krankenhaus auf die Bedürfnisse der Bevölkerung eingeht. Besonders für deutsche Familien auf den Kanaren, die häufig ein starkes Interesse an der frühzeitigen Förderung ihrer Kinder haben, ist dies ein positives Signal.
Zusätzlich wurde die Krankenhausinfrastruktur durch die Einrichtung eines Labors und einer Krankenhausapotheke gestärkt. Ein neuer Scanner und weitere diagnostische Einrichtungen wurden ebenfalls installiert. Der Personalbestand des Hospitals wurde um 15 Prozent erhöht, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Diese Maßnahmen sind essentiell, um die Qualität der medizinischen Versorgung auf einem hohen Niveau zu halten und den Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden. Die geplante Erweiterung wird somit nicht nur die Kapazitäten des Krankenhauses erhöhen, sondern auch die Lebensqualität der Bewohner und Besucher Teneriffas nachhaltig verbessern.