Am Montag fand ein Streik unter Ärzten im Servicio Canario de la Salud statt, an dem 8,54 Prozent der betroffenen Ärzte teilnahmen. Insgesamt waren 5.163 Mediziner zu diesem Streik aufgerufen, von denen 2.929 tatsächlich betroffen waren. Laut dem Gesundheitsministerium nahmen 250 Ärzte an dem Streik teil. In Gran Canaria lag die Beteiligung bei 11,49 Prozent, während in Teneriffa nur 4,91 Prozent der Ärzte streikten.
Die Streikbeteiligung variierte stark zwischen den Inseln: In Lanzarote beteiligten sich 15 von 278 Ärzten (5,40 Prozent), in Fuerteventura nur einer von 176 (0,57 Prozent). In La Palma lag die Beteiligung bei 3,14 Prozent, und in La Gomera streikte ein Arzt von 49 (2,04 Prozent). Auf El Hierro gab es keine Streikteilnehmer.
Der Präsident des kanarischen Ärzteverbands, Eric Alberto Álvarez Morales, erklärte, dass der Streik dazu diene, die Regierung der Kanarischen Inseln zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen zu drängen. Trotz der Verhandlungsbereitschaft der Gesundheitsbehörde seien keine konkreten Fortschritte erzielt worden. Die Ärzte fordern eine klare Umsetzung von Vereinbarungen, die teilweise bereits in den Haushaltsplänen für 2023 verankert sind.
Ein zentrales Anliegen der Ärzte ist die Verbesserung der Patientenversorgung in der Primärversorgung. Derzeit beträgt die durchschnittliche Zeit, die ein Arzt für einen Patienten aufwendet, nur 6 bis 8 Minuten. Die Ärzte fordern mindestens 10 Minuten pro Patient und eine Reduzierung der täglichen Patientenanzahl auf maximal 30, was auch eine Erhöhung des Personals erforderlich macht. Viele Ärzte verlassen die öffentliche Gesundheitsversorgung, was die Situation weiter verschärft.
Quelle: eldiario.es
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